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Das Schlagen.
Während ihrer chemischen Verarbeitung bedarf die Seide der Unter-stützung durch mechanische Hilfskräfte, um ihre trefflichen Eigenschaftenwährend der mannigfaltigen und zahlreichen Prozesse, welche sie in denmeisten Fällen durchzumachen hat, nicht verloren gehen zu lassen. In ersterLinie steht hier die Operation des Schlagens, welche im Laufe des Färbensangewendet wird, um die nach dem Ausschleudern zusammengeknäultenStränge wieder zu ordnen und die Fäden in parallele Lage zu bringen. DasAusschlagen wird an der Cheville mit dem Chevillierstock mit der Handverrichtet, wobei infolge der Übermittelung des Schlages durch den elasti-schen Seidenstrang auf die Cheville ein eigentümlich klingender voller Tonentsteht, dessen richtige Hervorbringung einigermafsen als Kennzeichen einespraktisch geübten Seidenfärbers gelten kann. Zuweilen nimmt das Schlagenwie bei Souples und Organsins längere Zeit in Anspruch, in welchem Fallees den automatisch arbeitenden Schlagmaschinen übertragen wird, von wel-chen einige mit direkter Belastung eines schweren periodisch oseillierendenChevillierstockes, andere mit nachgiebiger Spannung arbeiten. Das Aus-schlagen bringt den Strang in Ordnung und macht ihn geschmeidig, fallses trocken erfolgt.
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Fig. 161. Schlagmaschine.
Das Chevillieren wurde bereits im Kapitel der Soupleseiden besprochen.Nach dem Verfahren von Lewandowski *) wird beim Chevillieren, um denGlänz zu erhöhen, Wärme angewendet, wahrscheinlich durch innere Heizungder Chevillierwalzen.
Während 4 der Behandlung in kochenden Bädern zeigt die Seide dasBestreben, sich zusammenzuziehen, wodurch die Glätte und der Glanz der
*) Franz. Patent 49276 (1861).