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Richtiger und bewährter Feldmesser wie auch Sonnenuhrmacher, ohne Lehrmeister und ohne Instrument; das ist: kurzer, doch vollkommener und leichter Unterricht zum Feldmessen
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18
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i8 Zweyte Abtheilung,

Z. B. habe ich einen Acker, Fig. iz.,an dem-selbigen messe ich die Lange e. k., und befinde15. Ruthen, so habe ich nur ein Längenmaaß,so 15. Ruthen lang ist. Wollte ich aber denJnnhalt des Ackers wissen, so bekommete ichein Flachen- oder Quadratmaaß. Ich legevon beyden Maaßen eine Figur vor Augen,als Fig. 18. ist eine Ruthe vorgestellt, so io.Schuhe in der Lange hat 2. d. In der Figur iy.aber ist auch eine Ruthe vorgestellet, weiche aberio. Schuhe in der Lange, und lo.Schuhe in derBreite hat, und ist also ein Quadratruthe?Ein Quadrat aber ist allzeit diejenige Zahl,welche in sich sechsten multiplicirt worden. Inder Figur ist die Lange 10. Schuhe lang, unddie Breite ist ebenfalls 10. Schuhe: Diese al-so in sich sechsten, als nämlich 10. mit 10.multiplicirt, so gibt ivmal io. hundert Qua-dratschuhe ; dahero auch die Figur ioo. kleineQuadrat in sich haltet. Eben also ist es mitden Ruthen und Zöllen zu verstehen. Wennman also fragt, wie viel ein Stuck in sich hal-te, so redet man von dem Quadratmaaß.Haltet es z. B. 20. Ruthen, so sind es Qua-dratruhen ; so viel nämlich haltet die ganzeFläche dieses Platzes, von dem die Frage ist,was er halte. Gleichwie aber ein Längenmaaßimmer von io. zu io. geht, als, eine Ruchehat ro.Schuhe; ein Schuh hat io. Zölle;ein Zoll hat io. erste Scrupel; also gehet auchein Flächen- oder Quadratmaaß immer vonioo. zu 100: als, eine Quadratruthe hat 100.

Qua-