der deutschen Fabeln.
stch der wahren Weisheit, der wahren Großmuth,der wahren Freiheit; alle diese Tugenden sucht manNur in der Art sich zu gebehrden, sich zu kleiden, sichauszudrüken, und dergleichen.
Man kann es durch die weitlauftigste Gelahrtheitm dieser kleinen Welt, die sich mit dem Titel derRossen brüstet, in der Poesie nicht weiter bringen,als einen Sieg des Liebesgottes*, einen Versuchvon der Gesezgcbung **, eine ThusneldeP, ein be-freites Deutschland ch, — zu schreiben. Für die ho-Mensche Epopöe, für das euripidische Trauerspiel,lst diese Wissenschaft nicht zulänglich; der sich alleindamit behelfen muß, wird selbst nur eine schlechtestoppjsche Fabel statt einer Aesopischen verfertigen.
Die Kenntniß derjenigen Welt, die Plato, dieHomer, die Euripides, die Aesopus gekennet haben,die nicht in die Cirkel einer brausenden kiäottu, oderder anstekenden Hofluft eingeschlossen war, die sichÜber das Schiksal und das Thun des ganzen Men-schen , des Geschlechtes der Menschen erstrekete, mußdey demjenigen seyn, der uns Jliaden, Electren,Hippolyten, oder Argonauten, und geraubte Hele-lleii - liefern soll.
Wer diese Kenntniß besizt, und dazu mit einer^haften Einbildungskraft und einem scharfen Ver-stände begäbet ist, dem werden diese grossen Eigen-
e z schaften
* UimS. ** Duschens. t Echönaichens.