„Nein, nein, Mutter, so war es nicht!" rief Palma und erzählte den Vorgang.
„Ein eitles Weib, dem ein Leben feil ist für einenSchmuck, das hat mehr Sinn," meinte die Richterin.Sie schien zu überlegen. Dann warf sie einen Blickauf das Geschmeide. „Ich will den Höfling mit By-zantinern lösen," sagte sie.
„Das steht nicht in meinem Auftrag und würdeder Rosmunde schlecht gefallen."
„Dann thue ich es nicht."
„Auch gut," grinste Rachis. „So lässest du ebenden Wulfrin umkommen. Du magst deine Gründehaben. Ganz wie du willst."
„Das willst du nicht, Mutter!" jammerte Palma und stürzte auf die Kniee.
„Nein, das will ich nicht," sprach die Richterinmit nachdenklichen Brauen. „Warum auch? Nimmdas Zeug!" und Rachis war weg.
Das jubelnde Mädchen fiel der Mutter um denHals und bedeckte den strengen Mund mit dankbarenKüssen. Dann raubte sie ihr den kriegerischen Helmso ungestüm, daß die Flechten des schwarzen Haaressich lösten und niederrollend dem entschlossenen Haupte