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Die Richterin : Novelle / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
Seite
55
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zusammengefabelt. Palma geht dich nichts an, du hastkein Theil an ihr."

Der Kleriker lächelte.

Du bildest dir etwas Närrisches ein," spottete dieRichterin.

Stemma, ich lasse mir mein Kindchen nicht ausreden."

Thorheit! Wie wäre solches möglich? Was weißtdu, Traum?"

Ich weiß" der flüchtig Beseelte schien eineSüßigkeit zu empfinden, in sein kurzes und grausamesLoos zurückzukehrenwie mich dein Vater über-fiel, da ich von meinem Lehrer dem Abte weg überdas Gebirge zog. Der Index litt an einer Wundeund hatte von meiner Wissenschaft vernommen. Dahob er mich auf und brachte mich dir mit. Du wärestnoch sehr jung und o wie schön! mit grausamen schwar-zen Augen! Dabei herzlich unwissend. Ich lehrte dichBuchstaben und Verse bilden, doch diese da mochtestdu nicht. Lieber regiertest du in den Dörfern, schiedestHändel und machtest die Aerztin bei deinen Eigenen.Ich zeigte dir die Kräfte der Kräuter, lehrte dich aller-lei brauen und du brachtest mir aus dem Schmuck-kästchen zwei Krystalle"