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3/1-3/2 (1858) Der Kanton Luzern, historisch-geographisch-statistisch geschildert : ein Hand- und Hausbuch für jedermann / von Kasimir Pfyffer
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Waldbau.

Die sämmtlichen Waldungen des Kantons Ludern ielragen immer-hin 70,000 Jncharten, und zerfallen hinsichtlich ihrer Besitzer in vierHauptabtheilungen, als:

1) Zn Staatswälder.

2) In Kirchen- und geistliche Pfrnndwälder.

3) In Gemeinde - und Korporationswälder.

4) In Privatwälder.

Diese letzter», nämlich die Privatwälder, von denen nur ein ge-ringer Theil vermessen ist, machen weit den größten Theil der sämmt-lichen Waldungen aus; die drei erster« Abtheilungen, welche lautForstgesetz von 1835 der besondern Aufsicht des Staates unterstelltsind, enthalten beiläufig nur 17,300 Jncharten, wovon in runderSumme kommen:

». 800 Jncharten auf Staatswälder;

b. 600 „ auf Kirchen-u»d geistliche Pfrundwäldc»;

e. 16,100 „ auf Gemeinde - »nd KorporationSwäldcr.

Don dieser Waldmaffe, wovon zwei Drittheile vermessen seinmögen, find etwa zu rechnen:

». 150 Jncharten auf Eichenhochwald;

K. 2000 „ auf Buchcnhochwald;

o. 1000 „ auf Niederwald, »nd

ck. die übrigen auf Nadelholzwald, vorzüglich auf Tannwald.

Die Privatwälder sind ungefähr in gleichem Verhältnisse bestockt.ES geht schon a»S dem Angeführten hervor, daß es im Verhältnißwenige Wälder giebt, welche nur mit einer Holzart bestanden sind;bezüglich der Nadelhvlzwäldcr aber, welche die Haupiwaldmasse imKanton bilden, ist dies noch besonders zu bemerken, indem dieselbenfast durchgängig aus einer Mischung von Weiß- und Rothtanne» be-stehen. — Erwähnenswerthe reine Weißtannenbestände giebt es keine,und reine Rothtannenbestände nur auf dem höchste» Alpengeländc, wodie Weißtanne gar nicht mehr gedeiht.

Kiefern (Fohren) kommen gewöhnlich nur einzeln oder forstwcisein andern Wäldern eingesprengt, oder höchstens kleine Gehölze bil-dend vor; blos im vcrkrüvvelten Zustande als Zwergkiefer nimmt siegrößere Flächen ein, nämlich auf Moor- und Torfgründcn, vorzüglichin höher» Lagen.

Unter den Nadelholzarteil ist auch des Eibcnbaumes zu erwähnen,welcher im südöstlichen Theile des Kantons ziemlich häufig vorkömmt;gegenwärtig findet man aber selten mehr stärkere Eremplare, weilwegen der Nutzbarkeit seiues Holzes ihm allzusehr nachgestellt wird.

Lerchen sind nur an wenigen Orten „nd mir künstlich angebautvorhanden. — Die Tannwälder sind meist mit Laubhoiz, vorzüglichRothbnchen, bald schwächer, bald stärker durchsprengt'/ ja es giebtselbst viele, wo es schwer zn entscheiden ist, ob darin das Nadelholzoder das Laubholz vorherrschend sei. Außer den in den deutsche«Wäldern gewöhnlich vorkommenden Laubholzarte», welche auch in dc«hiesigen Wäldern einheimisch sind, ist hier des KastanienbaunicS z«