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3/1-3/2 (1858) Der Kanton Luzern, historisch-geographisch-statistisch geschildert : ein Hand- und Hausbuch für jedermann / von Kasimir Pfyffer
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175
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erwähnen, welcher in den Gemeinden Weggis , Viznan und Kreppenhäufig vorkömmt und ailra hin und wieder selbst über größere Flächenhu, gleichsam Obsthaine bildet. Dagegen ist aber bezüglich der ediernHaubholzwaldbäume zu bemerken, daß die Eschen und Ahornen nichtsehr häufig vorkommen; diese vorzüglich auf den Alpen, jene dagegenwehr in den Thalgründen, längs den Bächen »>id Waldströmen;lllnwii und Hainbuchen, besonders letztere sind sehr selten. Wenn esaber auch nur wenige Eichenwälder giebt, so ist dagegen die Eiche>>n Ganzen genommen häufig vorhanden; fie findet sich sowohl in an-dern Wäldern eingesprengt vor, als einzeln auf dem offenen Geländeüber eine» großen Theil des Kantons verbreitet. Die weichenhaubholzarten, als die Pappeln, Weiden, Ehrlen «. s. w. bilden vor-züglich die Niedrrwaldbestände. Wegen dem häufigen Vorkommensind auch die Bergrosen (Hühnerrosen) und die Bergchile» (Droßeln)anzuführen, indem sie hänfig im Alpengelände große Berghaldcn gleichdliikraut völlig überdecken und als Strauchwälder betrachtet werdenkönnten.

Die Bcwirthschaftnngswcise der Wälder war bisher entwedereine unregelmäßige Plänterwirthschaft oder eine ebenfalls nnregel-wäßige Schlagwirthschaft. Durchforstungen kommen erst in derlüngern Zeit vor und mehr nur versuchsweise ; ihre Einführung findetlast allen» Lrts Widerspruch, und nicht blos deshalb, weil durch selbevorzüglich nur schlechtere Holzsortimente gewonnen werden, welcheManchmal kaum die gehabte Mühe lohnen, sondern weil man häufigdie Durchforstungen aus Unwissenheit und Vorurtheilen geradezu fürschädlich erachtet und dagegen lieber ganze Flächen kaum erwachsenenWald bis auf den Sparren (wie man sich gemeiniglich ausdrückt)Abholzt, d. h. alles bessere und stärkere Holz fällt und dagegen dasschwächere und schlechtere, als die unterdrückten Latten, Stangen u.s.w..flehen läßt, gleichviel, ob dieses Holz durch die Fällung des grö-?krn u. s. w. meist verletzt oder kropfig, krumm und bereits halbvcr-kwrben ist, im traurigen Wahne, dasselbe werde mit der Zeit dennocheinem guten Bestände heranwachsen. Daher rührt es aber vor-ü"glich, daß gegenwärtig so manche Waldfiächen, wo vor Alters schö-nes, kräftiges Holz stand, halbvcrödet sind und nur sparsam schlech-, s, kurzes, sperriges und nnwüchsigcS Holz ausweisen. Die Wald-?krjügug wird in der Regel ganz dem Zufalle überlassen, und erst» der jünger» Zeit versuchte man im fiächern LandeSthcile hie und,, einzelne Waldstellen künstlich zu verjüngen, und zwar meist mit-n Pflanzung von Tannenpflänzlingen. Ueberhaupt man vermißtezchührr größteutheils eine ordentliche Behandlung und Besorgung derhalber. obwohl schon im Jahr 1764 eine allgemeine Forstordnnna

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den Kanton aufgestellt worden war, welche wirklich bezüglich einer

.tfiern Forstwirlhschaft manche gute Bestimmungen enthält, nebenis»e, blos eine Beschränkung des Holzhandels bezweckten; aber7^, scheint niemals recht in'S Leben getreten zu sein. Der ersteH scheidende Schritt für eine bessere Forstwirthschaft geschah erst im-'."fange dieses Jahrhunderts durch die Aufhebung der Waldweide,° auch seitdem fast überall, außer etwa im Nlpengelände, nicht mehr-"»geübt wird: nicht zu berechnenden Schaden wurde dagegen wieder"ch die zu gleicher Zeit begonnenen Gcmeindewaldtheilnngcn den