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3/1-3/2 (1858) Der Kanton Luzern, historisch-geographisch-statistisch geschildert : ein Hand- und Hausbuch für jedermann / von Kasimir Pfyffer
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«v OrdenSgeinliche:

1) männliche in St, Nrban 42

Jesuiten.18

Franziskaner . . .32Kapuziner .... 40

2) weibliche in Eschcnbach 33in Rathhanscn . . 30Ursuliner ..... 41im Bruch.51

Ncbcrtrag 240

132

195

-327

-327

Zusammen 387 Personen,

Die größte Zahl der gegenwärtig Vepfründeten sind Kanton^bürger ab der Landschaft, Die Bürgerschaft der Stadt Lnzern lie-fert nur einen kleinen Beitrag. Einstens war es nicht so. I"*Jahr176l waren nur 12 Pfarrpfründen nicht im Besitze von Stadj-bürgern; die Chorhcrrcnpfründen von Luzern und Münster waren >"jenem Jahre ohne Ausnahme im Besitze von Adels- und Bürgerssöhnen von Lnzern. Die damals fetten Pfründen waren so anziehend,daß fast jede Familie der Stadt ein geistliches Mitglied zählte. W"dem Verluste bürgerlicher Vorrechte verlor sich nach und nach d>rUeberzahl der Geistlichen an« den Geschlechtern der Stadt.

Was die Bildung der gegenwärtigen Geistlichen betrifft, so er-hielt die große Mehrzahl dieselbe, mid namentlich die theologische,in Luzern. Während einige ältere Geistliche in Landshut unter Sal-ier Theologie stndirten, sind nicht wenige der jüngern Geistlichen ausder Tübiugerschule von Mähler und HIrscher hervorgegangen. D>jtheologischen Studien in Lnzern werden nach dem Gesetze in dre>Jahreskursen gemacht. Die Fähigkeit zum Eintritt in den geistliche»Stand prüft ein EraminationSkollegium von fünf Mitgliedern, dere»Präsident der bischöfliche Kommissar ist. Wer für tauglich erachte'wird, den weiht der Bischof nach Vorlegung eines titulu» wen«^und eines von einer Bkrgervcrsammlung dem Ordinanden ausgefer-tigten PatrimonialakteS.

Seminarium oder Bildungsanstalt angehender Geistlichen bestandseit 40 Jahren keines mehr, und vorher nur etwa 11 Jahre. DekNengeweihte war in der Regel einige Jahre Vikar eines PfarrersDas war sein Seminar. Verschiedene Versuche zur Errichtung eint"so nothwendigen Institutes wurden gemacht, doch ohne Nachhall.

In den Jahren 1807 bis 1818 bestand, wie gedacht, ein Priestek-seminar im ehemaligen Ursulinerkloster in Lnzern; es wollte nicht rech'gehen. Die Jesuiten hatten während ihres dreijährigen Bestandes vo»1845 bis 1847 eine Art Seminar, allein dasselbe hörte mit ihnen antzIn der jüngsten Zeit wurde ein Diözesanseminar mit dem Bisch»"verabredet. Dasselbe wird in Solothurn sein.