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gen, wie die Wasserdünste, bringen durch ihren Nie-derschlag Feuerkugeln, Meteorsteine, Sternschnuppen,den Höhenrauch und das Nordlicht hervor. # Wie Ari stoteles sich die Entstehung dieser Erscheinungen ausdenselben gedacht habe, kann jetzt für uns kein Ge-genstand der Untersuchung sein: meine Absicht ist nurdie, dem jetzigen Zustande der Meteorologie gemäfs,die Idee des Aristoteles weiter zu verfolgen, ihre Halt-barkeit darzuthun und auf diese Weise Zusammenhangin eine Reihe von Phänomenen zu bringen, welche,einzeln betrachtet, theils unerklärlich erschienen, theils,wenn auch Einzelne den nach meiner Ansicht richtigenWeg zu ihrer Erklärung betraten, doch nicht hinrei-chend erklärt worden sind.
Ich will zuvörderst an die neueren Untersuchun-gen erinnern, welche die Nachweisung fremder Sub-stanzen in unserem Luftkreise, aufser den constituiren-den Elementen desselben, zum Gegenstände hatten;dann die einzelnen Erscheinungen, welche das Herab-fallen von Feuerkugeln, Meteorsteinen, Sternschnup-pen begleiten, darstellen, die bisherigen Theorien überihren Ursprung prüfen, die Nothwendigkeit der Annahmeihres'Entstehens im Luftkreise nachweisen, die frühe-ren Theorien über das Nordlicht aufzählen, so weit siein der Geschichte der Meteorologie Epoche gemachthaben, und endlich .meine Gedanken über den Ursprungund die Erscheinungen des Nordlichts darlegen.
I.
Dafs der über dem Meere ruhende Theil unsererAtmosphäre eine, wenn gleich geringe, Quantität an sal-zigen Stoffen enthalte, namentlich von Chlorsalzen,welche bei der Verdunstung des Meerwassers me-