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chanisch emporgerissen werden mögen, ist eine schonseit längerer Zeit bekannte Thatsache x ). Förstererzählt 1 2 ), dafs alles am Bord des Schiffes Resolutionbefindliche Eisen zwischen den "Wendekreisen rostete,was sich nicht allein dem hohen Feuchtigkeitsgrade derAtmosphäre zuschreiben läfst. Zum Beweise des be-deutenden Salzgehaltes hat Förster einen entschei-denden Versuch gemacht. Er hing nehmlich ein miteinem Alcali getränktes Linnentuch in einen Rauchfangund es bildeten sich alsbald Krystalle von einem Chlor-salze, zum Beweise, dafs Chlorwasserstoffsäure in derLuft vorhanden war, entweder frei oder an minderverwandte Stoffe gebunden. Auch Hermbstädt fandChlorwasserstoffsäure in der über der Ostsee ruhendenAtmosphäre 3 ). Der Daltonsclien Theorie gemäfs, müs-sen diese salzigen Stoffe, welche auch in der Nähe derNatronseen des nördlichen Afrika Volney 4 )u. a. m.vorfanden, sich durch die ganze Atmosphäre ausbreiten:
1) Gilb. Annal. Bd. XXXI. S. 98. Dafs die Erscheinung schonden Alten bekannt war, geht aus Theophrast de caus. plan-tar. II. 7, 5. p. 404. ed. Schneider, hervor: Kal otuv tl
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2) Voyage dang ihemispkere austral et autour du monde parCook. Paris 1778. Tom. I. p. 28.
3) Abhandlungen der Berliner Akademie 18ff. phys. Kl. S. 56.
4) Voyage en Syrie et en Egypte. Tom. I. p. 65. Eine Reiheanderer hieher gehöriger Beobachtungen findet man in KämtzLehrb. der Meteorol. Th. I. S. 37. gesammelt. Die salzigenTliaue, die Falk (Beiträge II. S. 3.) und Pallas (Reisedurch die südlichen Statthalterschaften des russ. Reiches I.S. 409. HI. S. 336.) in den Steppen Rufslands erwähnen, ge-hören offenbar nicht hieher, da sie keine salzigen Beimischun-gen des Meteorwassers beurkunden, sondern nur der Gegen-stände, an welche der Thau sich auselzte.
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