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0,002 das Minimum sei, welches sich nachweisen liefse').Da man selbst dies nicht vorfindef, so kann der Was-serstoffgehalt unserer Atmosphäre nur unendlich geringsein. Selbst in der Campagna di Roma, so reich sieauch an Quellen ist, welche fortwährend Schwefelwas serstoffgas entwickeln, findet sich kein fremdartiger Be-standtheil in der Luft, es seien denn Minima, welcheunseren Instrumenten und Operationsmethoden nichtzugänglich sind, und doch ist namentlich in Bezug aufdas Schwefehvasserstoffgas von Thenard und Du-puytren eine Methode angegeben worden, die klein-sten Mengen desselben zu entdecken 1 2 ). Uebrigenswird an der Erdoberfläche reines Wasserstoffgas sel-ten, oder nie entwickelt: man hat zwar geglaubt,dafs einige Pflanzen solches entbinden, wie namentlichDictamnus albus; dies ist aber schon von Lampadiuswiderlegt worden 3 ). Aus Quellen, vulkanischen Erup-tionen (?), durch Fäulnifs, entsteht es in Verbindun-gen, als Ammoniak, Kohlenwasserstoffgas u. s. w., wiebei Piacenza und an anderen Orten Italiens , wie häufigin der Dauphine, wo es angezündet forlzubrennen pflegt,und von den Einwohnern das ewige Feuer genanntwird. Hieher gehören die schlagenden Wetter, feuri-gen Schwaden u. s. w. in den Gruben ? von denen
1) Essai sur la Geographie des Plantes, saivi d’iin talleauphysique des regions equatoriales. Paris 1805. p. 111. EinGemenge von atmosphärischer Luft und Wasserstoff wird nurdann noch durch den elektrischen Funken entzündet, wennes 0,5 Wasserstoff mindestens enthält.
2) Essai sur les refractions de la Zone torride. Voyage d’Alcx.de Humboldt et d’Airne Bonpland. Part. IV. Vol. I.p. 118. Voyage aux reg. equinox. Vol. VII. p. 427. Gilb.Annal. XX. S. 35.
3) Atmosphärologic. §. 415.