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an den Ufern des Orenoko, Roziere in Syene, Kö-nig am Congo- oder Zairestrom *) u. a. m. beobachtethaben, dafs nehmlich die den unmittelbaren Einwirkun-gen der Atmosphäre ausgesetzte Decke nackter Quarz-oder Granitfelsen ein meteorsteinartiges Aeufsere an-nehme und reichliche Spur von metallischen Oxyden,namentlich von Eisen und Mangan zeige, die in derübrigen Masse nicht enthalten sind, und, davon getrennt,auf der neuen Decke sich wiedererzeugen. Im Nebelwill man Phosphorsäure gefunden haben 4 ) und daherseinen oft unangenehmen Geruch erklären.
So problematisch im Ganzen, wenn auch nicht dieErscheinung selber, dafs unorganische Stoffe unseremLuftkreise beigemischt sind, doch die Beschaffenheit der-selben ist; so sicher ist es, dafs ein organisches Principin unserer Atmosphäre vorhanden sei, welches mannig-fache Phänomene verursacht. Es scheint durch Zerstö-rung der organischen Wesen zu entstehen, namentlichdurch Fäulnifs der thierischen Substanzen. Das Koh-lenwassersloffgas, welches auf diese Weise entwickeltwird, hat, obgleich es nach Thenard und Dupuy-tren * 2 3 ) dieselbe chemische Zusammensetzung zeigte,wie das aus mineralischen Stoffen bereitete, ganz an-dere Eigenschaften. Destillirtes Wasser nehmlich, wel-chem letzteres imprägnirt worden w T ar, läfst es allmähligohne Trübung entweichen; dagegen mit Kohlenwasser-stoffgas, das durch Putrefaction organischer Substanzenentstanden war, geschwängert, wird es faul, trübt sich
X) Voyage to the River Congo. p. 488.
2) Kästners Archiv. Bd. II. S. 428. XIII. S. 67.
3) Amiales de Ckitn. LXXXII. p. 330 u. 331. Bulletin de phar-macie. Vol. II. p. 60 u. 61. Bibliotheque medicale. Tom. IX.
p. 10.