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entbundene Säure aus dem dort häufig angepflänztenMcsernbry anthemuni crystallinum oder ihr Radikal(Chlor?) die Miasmen gebunden, oder ihnen wenig-stens den nachtheiligen Einflufs auf die Gesundheitbenommen habe. Bestätigte sich diese Bemerkungv. Buchs, so würde die Anpflanzung dieses Mesem-bryanthemum an den Küsten vielleicht der Verbreitungdes Pestübels und ähnlicher Krankheiten die bestenSchranken setzen. Den oben erwähnten Erscheinungenmag indessen auch die Ursache mancher Endemie zu-zuschreiben sein, wie dies ausschliefslich Al. v. Hum-boldt *) zu thun geneigt ist. Zwischen den Tropenmag auch die Masse der durch Luftströmung in derAtmosphäre schwebend erhaltenen todten Insekten, na-mentlich der Mosquitos , manches zur Erzeugung ende-mischer Krankheiten beitragen 1 2 ).
Wir wollen kurz noch folgendes hinzufügen. Ra-finesque 3 ) hat neuerdings auch den Staub, mit wel-chem unsere Atmosphäre angefüllt zu sein scheint, undder namentlich dann bemerkbar wird, wenn ein Sonnen-strahl in ein wenig erleuchtetes Zimmer einfällt, zumGegenstände wissenschaftlicher Forschungen gemacht.Seiner Ansicht gemäfs darf man den Ursprung dessel-ben nicht etwa der Zerstörung der Hausgeräthschaften,Kleidungsstücke u. s. w., mit einem Worte, aller derauf der Erdoberfläche befindlichen Gegenstände zu-schreiben, da^er ihn auf dem Aetna , auf den^Kordille-ren und mitten auf dem Meere vorgefunden hat. Er
1) Voyage aux reg. equin. Tom. IV. p. 187.
2) Al. v. Humboldt, a. a. 0. Bd. VII. p. 137.
3) Silliman, American Journal of Sciences. I. p. 397. Jour-nal de Physique. XC. p. 27.
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