Zweiter Abschnitt.
Von den Naturschönheiten des Harzes mirErläuterung der Kupfertafeln.
§. 6. Von dem Malerischen der Harznatur überhaupt.
malerischer Hinsicht gewährt der Harz dem Freunde schönerNatur durch die Abwechselung, welche die Verschiedenheit seinerphysischen Verhältnisse mit sich bringt, die herrlichsten.(Genüsse.Wer nicht mit überspannten Erwartungen unsere Berge undThäler durchstreift, wird bei Befolgung einer entsprechenden An-leitung unser Gebirge auch in solchen Genüssen gewiß nicht un-befriedigt verlassen.
Der sogenannte Vvrharz, oder die ersten wirklich dem Harzeangehörenden Höhen, die mit dem lebhaften Grün der verschie-denen Laubhölzer das höhere Gebirge umkränzen, trägt den lieb-lichen Character einer idyllischen Gebirgslandschaft, welcher nurhin und wieder durch wild romantische und schroffe Felsengründeunterbrochen wird. Bald sanfte bald steilere Abhänge, auf de-nen freundliche Laubholzwälder, nur selten schattirt durch dasdunklere Grün der ernsteren Fichte, mit fruchtbaren Aeckem unoTriften wechseln; Thäler mit üppigen Wiesen, durch die sichder anfangs wilde Waldstrom, nun als ein klarer Bach in sanf-ten Krümmungen hinschlängelt; kleine Städte, Dörfer, Ruinenalter Burgen, schroffe Klippen, die entfernteren Berge des Har-zes in bläulichem Dufte und freie Aussichten in die angrenzen-den flacheren Gegenden, vereinigen sich hier oft, unterstützt durchDas Harzgebirge. 2. Thl. ^