den Namen Zeuginn der Zeiten und Lehrerinn des Le-bens Anspruch machen kann/ wenn sie das Geschehenenicht mit gewissenhafter Treue berichtet/ so verdientden Namen Statistik das Buch nicht/ welches nichtden wahren und wirklichen Zustand (stsw) des Landesdarstellt. ES steht vorn auf mehr als einem Bande jenesbekannte blr n»n,e,i re^>,nk mnn-!»ni (auch chie Zahlenregieren die Welt); allein man irrt sich nicht/ wennman sagt/ dass ersonnene und erkünstelte Zahlen kein'Geschick ordnen. Wohl sinket sich in der Literatur derhistorische Roman/ welcher Vergnügen und selbstBelehrung bieten kann; der statistische Noman aber/wenn er auch noch jemanden angenehm unterhaltenkönnte/ würde gewiss von keinem wahren Nutzen seyn/Fehlte mir die Kcnntniss/ so gestand ich unbefangenmeine Unwissenheit/ und ich war überzeugt/ dass diesesebenfalls nicht ohne einigen Nutzen für die Erkenntnissdes gegenwärtigen Zustandes des Landes sey:Andere werden kommen/ werden sagen was wir nichtgemusst haben/ und es wird ein neuer Beweis des Fort-schreitcnS in der Bildung seyn.
Nachricht an den Leser.
Zur Vermeidung von Missverständnissen in den Be-schreibungen der Berge/ Thäler/ Gewässer u.dgl./ in welchen oft die Ausdrücke ciseenerisch undtranscenerisch/ und andre wie ciSalpinisch undtransalpinisch vorkommen/ bitte ich den geneigtenLeser zu bemerken/ dass ich Sämmtliches auf die StadtBellinzona beziehe, wo ich das vorliegende Werkgeschrieben habe.
Stephan Franscini.
In der italiänischen Handschrift dieses Werks wemdet sich Herr Staatsschreiber Franscini nur an seineTcssiner. Die Kcnntniss der Bedeutung sehr vieler demTessin eigenthümlicher Ausdrücke und Verhältnisse setzter daher voraus. Dieselben dem teutschen Leser vcr-siändlich zu machen/ habe ich mich meist im Texte/ zu«