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1. Academie francaise, 1635 von Richelieu gegründet;
2. Academie des inscriptions (Inschriften) et helles lettres, 1663von Colbert gegründet;
j. Academie des Sciences , 1 666 gleichfalls von Colbert gegründet;
4.. Academie des beaux-arts, Malerei und Bildhauerei 1648, Musik1666, Architektur 1671 gegründet; endlich
5. Academie des Sciences morales et politiques, 1832 geschaffen.
Solange sich die technische Thätigkeit wesentlich auf dieErfüllung der unmittelbaren Staatszwecke concentrirte, wie dies unterdem ersten Kaiserreiche der Fall war, dessen Werke, wie die Simplon-strasse, der Antwerpener Hafen u. s. w., meist eine militärischeFärbung hatten, genügten die Ecole des ronts-et-chanssees und dieihr parallellaufenden, von der Ecole polyteclmique abgezweigten, zurausschliesslichen Bildung von Staatstechnikern bestimmten Fach-schulen für alle Bedürfnisse des Landes. Aber nach dem SturzeNapoleon’s , unter der Restauration, als sich eine neue Friedens-Aeraeröfifnete, und Industrie und Handel, von den Fortschritten derWissenschaft getragen, sich neu entfalteten, da mussten auch derTechnik neue Bildungsstätten eröffnet werden.
Schon im Jahre 1817 gründete der Staat, welcher bekanntlich inFrankreich weder Bergwerke besitzt, noch Hüttenwerke betreibt, eines-theils in St. Ftienne, dem Schwerpunkte der Kohlen- und Eisen-industrie, eine Bergmannsschule (Ecole des mineurs de St. Etienne)zur Ausbildung von privaten Berg- und Hiitten-Directoren, anderseitsin Paris die staatliche Berg-Akademie (Ecole des minesj für dieZwecke der Staatsaufsicht. Auch heute noch stehen diese beidenSchulen für das Berg- und Hüttenfach allein da, jede in ihrer Art,für ganz Frankreich .
Im Jahre 1827 wurde den schon seit Beginn des Jahrhundertsbestehenden, aber mehrfach zu militärischen Zwecken verwendetenGewerbeschulen (Ecoles d’arts et metiers) zu Chälons und Angers ihre moderne industrielle Organisation gegeben.
Im Jahre 1829 endlich, nachdem der Staat bereits ausgedehnteSchifffahrts-Canäle, sowie die ersten Eisenbahnen (vorerst mit Pferde-betrieb) von St. Etienne nach Roanne an der Loire und vonSt. Ftienne nach Lyon der Pivatindustrie concedirt hatte, wurde diebekannte Ecole centrale des arts et manufactures als Privat-Unter-nehmung in’s Leben gerufen.
Die gegen 1840 angebrochene Eisenbahn-Aera und der dadurchhervorgerufene ungeheure Aufschwung der Industrie hatte die Eröffnungweiterer technischer Schulen nur insoweit zur Folge, als die zwei in