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Merkur.
2. Abt. Kap. III.
§ 41. (SatzesSeiten auf TOcvfnv.) SBcim aber slitd) die Tageszeiten auf diesenbeiden Planeten nur wenig verschieden sind, so sind es dafür die Jahreszeitendesto mehr. Zwar nicht in ihrer Intensität oder in ihrem gegenseitigen Ver-hältnis; denn dies hängt, wie wir oben (I. Abth. Kap. VII) gesehen haben,von der Neigung der Bahn des Planeten gegen seinen Aequator oder von dersogenannten Schiefe der Ekliptik ab (4, § 82), und diese ist bei Merkur , wosie wahrscheinlich etwa 20 Grad beträgt, nahe gleich groß wie bei der Erde,wo sie gleich 23 Grad 28 Minuten. Allein die Schnelligkeit des Wechselsdieser Jahreszeiten ist dort viel größer, da jede der vier Jahreszeiten nur22 Tage dauert, während sie bei uns 91 Tage, also mehr als viermal solange währt. Dieser schnelle Wechsel der Temperatur wird natürlich auch eineentsprechende Rückwirkung auf das Leben auf diesem Planeten ausüben, unbes werden deshalb schon aus diesem Grunde die Pflanzen und Thiere, welcheetwa auf ihm vorkommen, von denen unserer Erde sehr verschieden sein.
§ 42. <Vorübcrgäuge Merkurs vor der Sonuenschcibe). WeilN dieser Planet zur Zeitseiner untern Konjunktion (in 3 der Fig. 51) nahe bei der Ekliptik, also auchnahe bei seiner Knotenlinie steht, so sieht man ihn als einen kleinen, rundenschwarzen Flecken vor der Sonneuscheibe vorübergehen. Alan nennt dies einen
D u r ch g a u g des Planeten.Der scheinbare Durchmesserdesselben wird dann vonder Erde unter dem Winkelvon 13 Sekunden gesehen.Bei der gegenwärtigen Lageseiner Knoten können dieseDurchgänge nur in denbeiden Monaten Mai undNovember statthaben. Kep-lcr kündigte zuerst aus denvon ihn: selbst entwor-fenen Tafeln dieses Pla-neten einen solchen Durch-gang für das Jahr 1631an, den auch Gassendi am 7. November jenesJahres inPariSbeobachtete.Seit dieser Epoche sind vielesolche Durchgänge geseheirworden. Sie kehren in Perioden von 46 Jahren wieder, und es treten nachNewcomb in einer solchen 46jährigen Periode beim aufstcigendcu Knoten(November) vier, beim uiedcrsteigcnden aber nur zwei solche Durchgänge ein, welche
Fig. 52.
Nomt