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Aber eine andere Frage ist es, ob die bestimmte Le-bensansicht, welche sich als Folge eines bestimmtenBewußtseins von dieser allgemeinen oder normalenmenschlichen Natur gegen die Bedürfnisse unseresindividuellen Lebens geltend machen will, die rich-tige ist. Als die richtige erkennen wir sie an, sobaldwir unsere individuellen Lebensbedürfnisse ihr unter-ordnen, und wir werden diese ihr immer von selbstunterordnen oder vielmehr ihr anpassen, sobald sienach der Entwickelung unseres Bewußtseins unswirklich als normal-menschlich erscheint. Aber unserBewußtsein entwickelt und verändert sich, und seineEntwickelung hat den Widerstreit zur Folge zwischender früher anerkannten Norm und dem Individuum,welches sich eine neue bildet.
Wenn also zwischen den individuellen Bedürf-nissen und den allgemein-menschlichen Anforderungenein Widerstreit entsteht, ist dieser nicht ein Streitzwischen uns und der Welt, sondern ein Streit inuns selbst, indem wir selbst zwischen die Verän-derungen der individuellen Zustände die Norm ge-stellt haben, und es unsere Schuld ist, wenn sie sichnun als ungenügend erweist. Die ungenügende