selbst, d. h. die Individualität, hindert dasselbe sieganz darzustellen. In der allgemeinen Grundlageseines Wesens ist keine Bedingung der Beschränkungund Einseitigkeit enthalten, wohl aber in den äußerenBedingungen, welche zur Verwirklichung gehören.Einschränkung in äußerlich bestimmte Maße, undAbweichungen von der Harmonie sind die Eigen-schaften der Individualität. Da die Menschcnnatursich nur als individuelles Leben verwirklichen kann,bedarf sie mithin zu ihrer Verwirklichung der Ge-sammtheit aller menschlichen Individuen, die gelebtbaben, leben und leben werden.
Die erste Beschränkung, welche die Mcnschenna-lur in der Wirklichkeit erleidet, ist die mit der Ver-wirklichung überhaupt gegebene. Indem sie, vorherin der Allgemeinheit ihrer Möglichkeit unbegrenzt, indie Wirklichkeit eintritt, muß sie in jedem Falleihrer Realisation eine gewisse GesammtlcbcnSgrößeerhalten. Das Individuum als Ganzes hat ein be-stimmtes Maß von Lebenskraft, welches sich erschöpft.Darin daß es geboren werden mußte, liegt dreNothwendigkeit daß es sterben muß. Der Geist hatden sterblichen Leib angenommen heißt nichts anderes