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betrachten können. Allmälig brach der Geist desMcnschenthums in dieses starre Bürgcrthum herein.DaS Christenthum endlich machte, so gut es ausjenem Zustande heraus möglich war, in jedem Men-schen, auch im Sklaven, die Anwartschaft ausdie Freiheit geltend, und es konnte diese nur geltendmachen indem eS daS wahre Leben, die wahreMenschlichkeit, in eine phantastische Welt, in einJenseits verlegte. Damit war null freilich gesagtdaß im Menschen als Menschen unter allen Umständendie Würde des freien oder zur Freiheit bestimmtenWesens liege; aber mit der Verlegung der ganzenFreiheit in's Jenseits ging der Welt der Anfang vonFreiheit im Diesseits verloren, welchen die alte Weltbereits gewonnen hatte. So bezeichnet das Dogmader Fortdauer nach dem Tode indircct einen anthro-pologischen Fortschritt, direct aber den größten poli-tischen Rückschritt welcher denkbar ist, nämlich dieResignation auf alle eigentliche Politik.
Für uns nun beginnt die Freiheit auf diese Weltzurückzukehren, und cS ist mit diesem Processe schonsoweit gekommen daß die Lehre von der Unsterblichkeitnicht mehr zu den Stützen unserer Gesellschaft gehört.