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System der socialen Politik / von Julius Fröbel
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wahre Ehre wenn sie sittliche Ehre ist. Und um-gekehrt ist keine Sittlichkeit möglich ohne die innereEhre der Moralität, da ein Zweck schon dadurchaufhört ein wahrhaft sittlicher Zweck zusein, daß er nicht der eigne Zweck der freienPerson ist die ihm dient. Denn der End-zweck ist nicht die Darstellung der Mcnschen-natur als mechanisches Kunstwerk, sondernals lebendige Geschichte durch die frei sichentwickelnden Individualitäten.

Aus diesem Grunde ist die Moralität für dasIndividuum die erste Stufe der Sittlichkeit, weil dieVerläugnung der persönlichen Ehre und Freiheit dieMöglichkeit des Sittlichkcitsverhältnisscs überhaupt,also selbst des Unterschiedes von sittlich und unsittlichabschneidet.

Die Verläugnung der inneren Ehre ist Prosti-rution im allgemeinen Sinne, Herabwürdigung desWesens zum Mittel für fremden Zweck. Durch fremdeGewalt ist dieser Erfolg nicht zu erzwingen. Rechtund Sittlichkeit können an einem Menschen wohl ver-letzt werden; seine Moral kann gewaltsam nicht ver-letzt sondern nur verdorben werden. Das Weib