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System der socialen Politik / von Julius Fröbel
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Dieses Gefühl, indessen, in seiner Allgemeinheitist nur eine Zuflucht der Resignation und des un-glücklichen leeren Idealismus, und eine nähereUntersuchung des Verhältnisses männlicher und weib-licher Charaktere wird den Beweis führen daß dieBedürfnisse der geschlechtlichen Charakterentwickelungweder durch Sehnen und Schmachten nach dem an-dern Ich, noch durch Resignation und bescheideneHerabstimmung der Wünsche, sondern einzig durchFreiheit und Reichthum des Verkehres der Geschlechterbefriedigt werden können. Es ist von großer Wich-tigkeit daß untersucht wird was eigentlich in diesen Be-ziehungen die Natur des Menschen fordert, was dem-nach auch sittliche Forderung sein muß; denn herkömm-liche Ansichten, auch wenn sie bei allen Culturvölkerngleich und zu allen Zeiten dieselben gewesen wären,könnten hier so wenig Anspruch auf Berechtigungmachen, wie die Ansicht welche Ketzer zum Feuer ver-dammte.

Aus dem Vorigen ergibt sich daß allerdings jederbestimmte Charakter in einer männlichen und einerweiblichen Form vorkommen kann, welche beidendemnach in gewisser Beziehung zusammengehören.So z. B.: