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System der socialen Politik / von Julius Fröbel
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vcrlichkeit eines gewissen Privatlurus, und zur Mög-lichkeit dieses Privatlurus die Vernünftigkcit dergroßen Ungleichheit des Güterbesitzes darzuthun. DerReichthum einiger Wenigen ist in der That nurdurch die Armuth Anderer möglich geworden. Die-ser Reichthum der Wenigen ist aber gerade das ge-wesen was höhere Bildung des Urtheils, des Ge-schmackes und des Willens möglich gemacht hat.Die Ungleichheit des Güterbcsitzes ist in der Thatder einzige mögliche Weg der Cultur gewesen. DasVolk hat dafür einen ganz richtigen Jnstinct gehabt.Es hat den Reichthum und Luruö seiner Fürstenund Edeln geliebt, es hat ihn gewollt. Es hat ge-fühlt daß mit einer Vertheilung dieser Mittel unterAlle bei den bestehenden socialen Möglichkeiten ab-solut Nichts geleistet sein würde, weil das socialeBewußtsein zu tief gestanden hat um von großenMitteln Gebrauch machen zu können. Die Sachehat sich nun geändert. Das sociale Bewußtseinhat sich an der Stütze der Bildung und Macht derEinzelnen groß gezogen und ist stark genug gewordenum diese Stütze entbehren zu können. Das Volkhat den Jnstinct für ein großes öffentliches Leben,