Zur physischen Anthropologie der Feuerländer.
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Clavieula
Absolute Länge
Index
rechts -j- links
rechts
links
rechts -j- links
cf
154,7
156,4
155,5
52,13
?
139,1
139,1
139,1
48,68
Cf und $
146,9
147,7
147,3
50,40
Aus dieser Zusammenstellung gellt hervor, dass die absolute Länge der Clavieula beim. $ relativ kleinerist als beim cf, was mit den Angaben Broca’s 1 ) und Pasteau’s 2 ), die bei allen Hassen, von denen siemehrere Skelette untersuchten (Europäer, Neger und Neukaledonier), das umgekehrte Verhältniss fanden, imWiderspruch steht. Aber auch Sergi und Hyades haben eine mit meinen Resultaten übereinstimmendesexuelle Differenz angegeben 3 ), wenn auch die absoluten Werthe des ersteren weit tiefer sind (cf =139,5 = 136,5). Dieser geschlechtliche Unterschied ist übrigens für die fünf Alakaluf so gross, dass eine Be-rechnung von Mittelzahlen für beide Geschlechter zusammen unzulässig erscheint. Eine Differenz hinsichtlichder Länge zwischen den beiden Körperhälften bestand in drei Fällen zu Gunsten der linken Seite, in einemwaren beide Knochen gleich lang, und nur ein Individuum (L.) zeigte das umgekehrte Verhalten. AuchTurner fand an 23 Skeletten verschiedener, farbiger Rassen die linke Clavieula bei 15 Individuen grösserals die rechte, und nur achtmal diese grösser als jene. Die absolute Länge der Clavieula des Feuerländersübertrifft aber nicht nur diejenige des Europäers (= 150 mm), sondern auch diejenige des Australiers(= 142 mm) und ganz besonders des Andamanen (= 119 mm), was für eine bei der kleinen Statur derRasse um so mehr auffallende Breite des Schultergürtels spricht.
Aber nicht nur absolut, sondern auch im Verhältniss zur Länge des Humerus zeigen die Feuerländerdiese ungewöhnliche Längenentwickelung der Clavieula:
Selbst das individuelle Minimum (G. 1.) bleibt noch über dem Mittel der Negerinnen, während dasindividuelle Maximum von 53,69 (C. 1.) von keinem Vertreter irgend einer von Pasteau gemessenen Rassenauch nur annähernd erreicht wird. Auch bei dieser proportionalen Berechnung ist die linke Clavieula (inl’rocenten des gleichseitigen Humerus ausgedrückt) stets grösser als diejenige der rechten Seite.
Um die Rassendifferenz scharf zu präcisiren, wähle ich nach Broca’s Vorgang noch eine andere Aus-drucksweise, indem ich die kleinste Clavieula, nämlich diejenige des Europäers, gleich 100 setze und' die deranderen Rassen darin procentiscli ausdrücke:
Europäer
cf
100
„
$
101,62
Neger cf
103,54
» ?
106,94
Feuerländer
cf.
117,62
n
?.
109,83
Die Differenz, welche hier die Rassen von einander trennt, ist so gross, dass wir wohl zu dem Schlussberechtigt sind, in der Länge der Clavieula ein Rassenmerkmal zu besitzen.
Tech nik:
Ganze Länge: Diejenigen Grade, welche die äussersten Punkte des oberen und unteren Winkels miteinander verbindet. Maximaldistanz. Tasterzirkel.
’) Broca: Bull, de la Soe. cl’Antlirop. de Paris . 1. Ser., Tom. 111, p. 170.
2 ) Pasteau: Keeherelies sur les Proportions de la Ciavicuie. Paris 1879.
3 ) Turner giebt aueh für die Engländer ein Mittel für die cf von 150 nun und für die <j? von 140nnn an; docherwähnt er nicht, aus wie grossen Reihen diese Zahlen gewonnen sind. I,it. 54, part. 47, p. 79.
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