sehr heftige Eruptionen vorgegangen sind, machen es wahrscheinlich, dafs sieuralt, die ehemals tiefen Becken durch Lange der Zeit wieder ausgefüllt, undso die Spuren der ersten Pievolution verwischt sind.
Die Beobachtungen der Griechen, und anderer uns bekannten alten Völker,würden also, wenn ich nicht irre, nur höchstens unsere Neugierde befriedigen,schwerlich dürften wir aber daraus mehr Licht schöpfen, als unsere eigenen,schon seit einem Jahrhundert angestellten Wahrnehmungen darbieten, nämlichum den Hauptsatz zu bestätigen : dafs die Natur fortfiihrt, auf dem Monde neueSchöpfungen zu vollführen, und zwar, wie ihre Aehnlichkeit mit den altern be-weiset, auf dem nämlichen Wege, und vermittelst der nämlichen vulkanischenKräfte.
Der unermüdete Beobachter des Monds, der Oberamtmann Schröder , be-merkte nicht nur wirkliche Veränderungen einzelner Theile der Mondsoberflä-che, die sich seit Cassinis und Tob. Mayer s Zeiten ereignet haben mufsten,sondern es begegnete ihm auch mehrmals, dafs er neue Krater, Berge und an-dere Gegenstände entJekte, die er einige Jahre vorher, der sorgfältigsten Durch-musterung unerachtet, nicht wahrgenommen hatte, und die also wahrscheinlichseitdem neu entstanden waren. Ja! einigemale hat dieser vortreffliche und em-sige Beobachter gleichsam unter seinen Augen eine neue Schöpfung einzelnerTheile hervorgehen sehen, (rg)
Ich will nur ein paar solche Fälle ausheben, die, nach meiner Einsicht,die fortdauernde Thätigkeit vulkanischer Kräfte auf dem Monde sehr merkwür-dig bewähren.
Zwischen dem 7. Jenner und 5 . April 1789, waren zwei ganz neue Kraterin einem Umfange von 8 teutschen Meilen entstanden, (20) und mithin auf ei-nem kleinen Flächenraume zwei vulkanische Eruptionen vorgegangen, welchedie in unsern Tagen in Kalabrien geschehenen eher übertreffen, als ihnen nach-stehen möchten.
Ein andermal, (21) nämlich am 26. Sept. 1788, bemerkte Schröder am