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terblatt ähnlich, eisen- oder staldfärbig, und von beiden Seiten mit Vertiefun-gen versehen ist, nur mit dem Unterschiede, dafs die mit unserm Amtssiegelversehene Seite etwas glatter, die andre aber voll Aushöhlungen ist, und man-ches Erdtheilchen ankleben hat, Sr. Exceilenz und Gnaden, dem Herrn Bischö-fen, der sich auf dem itzigen Landtage befindet, um solches Ihro Kaiserl. undKönigl. Majestäten gehorsame anbieten zu können. “
„Daher wir auf den getreuen und einstimmigen Bericht unserer oberwähn-ten Abgeordneten vertrauend, gegenwärtige Schrift zum ewigen Gedächtnifs un-ter unserm Vikariatsinsiegel herauszugeben erachtet haben.“
Agram, aus dem Bischöfl. Consistorium, den 6. Jul. 1761.
T'Volfgnng Kuhilycwich.
(L. S.)
General • Vikar,
Der Abbe Stütz fügt noch folgende Beschreibung hinzu: „Die Wirkungendes Feuers sind bei diesem Stücke unverkennbar. Dessen Oberfläche ist vollkugelichier Eindrücke, ungefähr wie das gediegene Eisen, so der berühmte Kol-legienratli Ilitter Pallas am Jeniseistrome fand, ausgenommen, dafs hier die
Eindrücke grösser und weniger tief sind, auch das gelbe Glas, das die Höhlun-
gen des Siberischen Eisens ausfüllt, fehlt, indem vielmehr das ganze Stück der-be, dicht und schwarz ist, wie gehämmertes Eisen.“
XX. Am 5ten Julius 1753 fielen bei Strkow und Plan, nicht weit vonTabor in Böhmen , mehrere Steine aus der Luft. Der Pater Sthpling , welcher
dieses Phänomen in einer eignen kleinen Schrift (77) beschrieben hat, giebt
davon folgende, aus dem Berichte des Kreishauptmanns von Wratislaw an dasLandes-Gubernium zu Prag , entlehnte Nachricht:
„Am 5ten Jul. 1763, etwa um 8 Uhr Abends, hörte man, bei sonst stillerLuft und wenig bewölktem Himmel, plötzlich dreimal hinter einander einenDonner, wie Kanonenschüsse: darauf folgte ein anhaltendes Getöse, welcheslänger als gewöhnlich dauerte. Auf einmal fielen mehrere schwärzliche Steinemit grosser Gewalt und Zischen auf die Erde. Ein Hirte, der etw r a in einerEntfernung von 30 Schritten vier Steine aus der Luft fallen sali, lief hinzu,
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(77) den Titel in der Note 73. Die liier angeführte Steile befindet sich S. 4• und beim Troili p. 18.
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