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Ueber Massen und Steine, die aus dem Monde auf die Erde gefallen sind / von Ferdinand Adolph Freiherr von Ende
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42
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nahm einen davon auf, und steckte ihn zu sich. Das geschah jenseits des beimDorfe StrkoAv, etwa eine Meile von Tabor belege-nen Fischteichs. Ein andererKnecht aus dem zu Strkow gehörigen Dorfe Plan erzählte: er habe auf einerWeide, etwa 5o Schritt weit von dem Orte, wo er gestanden, die Steine nie-derfallen gesehen, und auf zwei vornämlich geachtet. Wie sie den Erdbodenberührt, hätten sie eine Erschütterung der Erde, und vielen Staub erregt. Dereine, welchen er aufgenommen, wäre nicht wenig heifs gewesen.

Der Pater Stepling, mit dieser Nachricht nicht zufrieden, w r endete sichdurch einen Freund an den Dechant Dr. Joseph KlasLcrhy zu Tabor, welchernicht allein jene Umstände bekräftigte, Sondern auch hinzufügte:Ein wenigvorher, ehe man den Donner gehört, sey es feurig geworden, weder einen ge-wöhnlichen Regen, noch heftigen Wind habe er gespürt; die Steine wärentheils auf das Land, theils in die Fischteiche gefallen, und die Hirten theilsnach Hause, theils unter Bäume geflohen; Menschen und Vieh hätten kein«Beschädigung erlitten, die Gestalt der Steine sey unregelmässig und liückericlit;der gröfste, den man gefunden, wiege etwa 15 Pfund.

Der P. Stepling bestimmt das specifische Gewicht der Steine zum Wasser2574 : 796; und sagt, sie beständen aus Stein mit geschmolzenem Eisen ver-mischt. An Gestalt glichen sie grossen Kieseln, wären nicht eckigt, sondern rund,schwärzlich von Aussen anzusehen. Beim Bruch verriethen sie keine Körneroder Sandtheilchen; indessen Hessen sie sich nicht poliren, sondern wären rauhund undurchsichtig, aschfarbig, ins Blaue spielend, mit dunkelgelben Flecken,von einem w r eifslichten metallischen Glanze durchsprengt. Eine dünne Rindeumgebe sie, wenig von dem übrigen Steine verschieden, und nur etwas weicherals derselbe, leicht mit dem Nagel zu trennen und zu zerreiben , und nachAussen zu schwärzer. Ein kleines Stück habe in einer Entfernung von einemZoll eine Magnetnadel einen Schuh lang angezogen; der Feuerstahl locke Fun-ken, wiewohl sparsam, heraus, und auf Kohlen geglühet bemerke man keinenSchwefelgeruch. (78)

(78) Ich habe diese Beschreibung, der hernach folgenden chemischen Analyse uneracliter, um deswillenvorzüglich aufgenommen, weil sie zu manchen Vermuthungen über die Bestandteile mancher andern Steinedie Veranlassung giebt. So z. B. bat Troili offenbar bei dem unweit Modena niedergefallenen Steine, diedes P. Steplin" vor Augen gehabt und nachgeahmt. Mit gutem Grunde dürfen wir also annehmem, dafs