Er wog 5i Pfund, und befindet sich'in den Händen des Herrn Alessandro Pic colomini .“
Ein reisender Engländer, Made, der sich gerade damals in der Gegendvon Siena aufhielt, zeigte dem Prof. IUnproth in Berlin einen solchen Steinvor, und erzählte noch folgende Umstände : (97)
„Die Steine waren von verschiedener Grösse in beträchtlicher Anzahl, undfielen glühend mit solcher Heftigkeit herunter, dafs sie 5 bis 4 Fufs tief in denlehmigten Boden drangen.“
„ Ein Stein versengte den Hutfilz eines Knaben, den er berührte; mehrereandre die Blätter auf den Bäumen, ja! einer von beträchtlicher Grösse brachtedas Wasser in einem Teiche, worin er bineinfiel, über sich zum Sieden.“
Die Beschreibung, welche der Graf van Bournon von einem dieser Steine
giebt, (98) lautet also;
„Der Stein war völlig unversehrt, und daher seine äussere Oberfläche ganzmit der, allen solchen Steinen eigenthümlichen, schwarzen Rinde überzogen.Da der Stein sehr klein war, so mufste man ihn ganz aufopfern, um eine ge-nauere Untersuchung seiner Beschaffenheit anzustellen. Das Korn war rauh,und dem der Steine von Benares ähnlich: man sah darin dieselben grauen Kü-gelchen, das nämliche Eisenkies, und dieselben Theilchen gediegenen Eisens.Das Verhältnifs des letztem war geringer, als in dem Yorkshirischen Steine,aber grösser, als in den Steinen von Benares . Die nämliche Art von grauererdigter Substanz verband alle Theile, und man konnte ausserdem nichts wei-ter entdecken, als -wenige Kügelchen von schwarzem oxidirtem Eisen, die derMagnet anzog, und ein einziges Kügelchen von einer fremden, in den übrigenSteinen nicht befindlichen, Gattung. Diese letzte Substanz hatte einen völligglasartigen Glanz, und war vollkommen durchsichtig, von einer blafsgelben, einwenig in das Grünliche spielenden Farbe, und nicht so stark, als Kalkspath.Da indessen dieser Bestandtheil sich in zu geringer Menge fand, so konnte sei-ne Natur nicht näher untersucht werden. Die schwarze' Rinde, welche deuStein umgab, war dünner, als bei den übrigen, und schien eine Art von Zu-
( 97 ) I^ 1 entlehne sie aus des Dr. OlLers oftenviibnten Vorlesung.
(98) In Howards Abhandl. p. 184. Tg.