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sich von selbst > dass dio noch gegenwärtig- auf Kirchthiirmenbefindlichen laternenartigen Aufsätze nur Produkte der Nduzeitsind Und deshalb nicht in Betracht kommen. Dio meistert der-selben, nur aus IIolz construirt, sind geschmacklose Erzeugnissedes 16. und 17. Jahrh. ; wo die „welBchen Hauben“ üblichwurden.
Ebenso wenig können die gothisehen durchbrochenen Thurin-kegel oder die achtseitigen Steinpyramiden mit ihrem zierlichensteinernen Eiillwerk berücksichtigt worden; denn sie sind dieschönen Erzeugnisse einer architektonisch-künstlerischen Erttwick-lung ohne jogliche Bedeutung für den Kultus. Wichtiger fürunsre Betrachtung sind bereits dio auch in der gothisehen Zeitiin Süden üblichen Plattformen der christl. Thürffle, weil sie imVatefland dieser Bauten oder doch in seiner unmittelbaren Nähesich befinden. Die irischen Rundthürmo sind leider; wie ichschon beinerkte, von einer späteren Zeit erhöht worden.
Somit bleiben wir vor der Hand einzig und allein aüf diesteinernen Laterhen der Todtenleuchten, die sich aus den da-runter befindlichen Kapellen erheben und auf die im Scheiteleiniger Doppelkapellen vorhandenen Oeffnungen hingewiesen,die möglicher Weise ähnliche Einrichtungen in einer früherenZeit getragen habeh können. Yon den Thürmon zu St. Gallertwissen wir nur> dass Altäre Dir Gabriel und Michael auf ihrerhöchsten Höhe veranschlagt waren, dagegen nicht einmal, obsie verdeckt waren oder frei standen; als Oratorien bezeichnetsie allerdings der Plan.
§. 58.
Das Wort laterna selbst findet sich in der bei Uns nochüblichen Bedeutung als bewegliches Lichthäuschen schon beiCicero nnd ist mit geringen Abänderungen in alle romanischonSprachen übergegangen. Da in ihnen die Norm „lanterna“ vor-waltet, ist daraus ersiohtlich, dass es seiner Etymologie nachnichts mit latere zu tliun hat, wie die älteren lateinischen unddie jüngeren Eranzösischen Lexikographen wollen, sondern mitdem griechischen An [tmyy >) zuSämmenhängt.
1) gebildet wie lucerna von lux, caverna von cavus und in weitspäterer Zeit caserna von casa (mitgetheilt von Prof. Dr. Theod. Benfey).