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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Eisenzeit. 35

und die Besitzer dieser Waffen waren nicht geneigt, sie thatenlos rosten zu lassen. Wieein verheerendes Gewitter sind die kriegerischen Völker der La Tine-Zeit aus die fried-licheren Schöpfer der Hallstattknltur eingestürmt und haben sie in wildem Anprall über-wältigt; in Hallstatt selbst gründeten sie neben den Trümmern der alten Stadt eine neueSiedelnng, eine trotzige Zwingburg, wie man wohl vermuten darf. Aber wir wissen nunauch, wer diese Krieger waren der bis zur Gegenwart unruhig garende KraterFrankreich hat sie geboren und ansgesandt, es sind Kelten, deren wilde, bis Kleinasien sich erstreckenden Erobernngszüge die werdende Geschichtschreibung Europas noch in halbsagenhafter Form in ihre Annalen einzutragen vermochte.

Von den Galliern ist die Eisenknltur auf die Germanen übergegangen, >;m öst-lichen Deutschland aber sehen wir noch eine andre, weit jüngere Kulturschicht sich überdie ältere germanische lagern, Reste einer ärmlichen Eisenkultur mit eigenartiger Ornamentik

»iSS. Waffen an» dem Kongobrckrn iim Museum für Völkerkunde in Berlin ).

der Thongefäße, mit einer andern Bestattungsweise und andern Schmnckbeigaben in denGräbern es sind die Spuren der slawischen Einwanderer, die nach den Stürmender Völkerwanderung das verödete Ostdeutschland für Jahrhunderte besiedelten. Sogelingt es, wenigstens hier und da einen Pfad aus dem Dunkel der Urzeit in das Lichtder beglaubigten Geschichte zu finden.

Aber es ist Zeit, einen Blick nach einer andern Richtung zu werfen und das geistigeWachsen der Menschheit unmittelbar ins Auge zu fassen. Es möchte sonst scheinen, alsob die materiellen Hilfsmittel der Kultur das eigentlich Fördernde, das Wertvollste unsresBesitzes wären, daß sie sich selbst nur nach ihnen oder dem Stoffe innewohnenden Gesetzenentwickelten. Und doch ist es nicht der Stoff, der sich fortbildet, sondern es ist der Geistdes Menschen, der an ihm und durch ihn lernt, ohne den alle die gewaltigen Kräfte derNatur, alle Erfindungen und Entdeckungen unbrauchbar bleiben würden. Eine Dampf-maschine oder ein Gewehr sind nur in den Händen des Wissenden stark und furchtbar,für jeden andern unverständliche Massen von Metall und Holz. So lebt die Kulturimmer nur in den Köpfen des gegenwärtigen Geschlechtes; daß aber von den unüberseh-

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