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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Schrift.

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In seinen Anfängen beschwerlicher, dann aber weitaus erfolgreicher war der Ve^such, die Gegenstände zunächst einfach durch Bilder darzustellen, die man nach un nach' immer mehr vereinfachte und verkürzte. Die Wurzel der Bilderschrift if re rnam n > ,die niemals in ihren Anfängen eine rein phantastische Spielerei ist, sondern '".ihrenZeichen und Figuren das geistige Leben der Völker wiederspiegelt; inag sie auch uRegel unter dem Einfluß der Stilisierung verknöchern, so kann ste doch unter Umstandenihren ursprünglichen Sinn bewahren und verstärken. Auf diesem Wege ist man i ch 2zu den Schriftsystemen der Kulturvölker fortgeschritten. Die reine Bilderschris '' f ^ '

der sich einigermaßen in den Gedankengang versetzen kann, ohne weiteres bvbar, se 1 i ,wenn er der Sprache des Schreibers nicht mächtig ist. Trotz dieses Vorzug sselten bei diesen Anfängen stehen geblieben, denn dieSchwerfälligkeit der Mitteilung ist zu groß, vielmehrbegann man, sich mit Zeichen zu begnügen, die dieGegenstände mehr andeuteten als wirklich darstellten.

Hier war ein unmittelbares Verständnis schon aus-geschlossen, Lesen und Schreiben mußten gelerntwerden. Über diese Stufe ist die Schrift der Chinesennicht wesentlich hinausgeschritten, was schon in derEinsilbigkeit der Sprache seinen Grund haben mag.

Völker mit vielsilbigen Sprachen erweiterten das Systemdahin, daß sie für jede einzelne Silbe ein Zeichen ein-führten, so namentlich die Babylonier. Wie man dannallmählich in verschiedenen Ländern zur Buchstaben-schrift gelangte, läßt sich zuweilen noch feststellen, undman kann infolgedessen beweisen, daß es in der Thatein bestimmtes Bedürfnis war, das trotz aller ein-leuchtenden Vorzüge der Bilder- und Wortschrift dieseallmählich in den Hintergrund drängte. Solange mannur Worte der eignen Sprache oder den Sinn fremd-sprachlicher Ausdrücke wiederzugeben suchte, genügtedie Wortschrift vollständig; anders aber lag der Fall,wenn man Worte einer fremden Sprache, Orts- undVölkernamen. z. B., buchstäblich wiedergeben wollte.

Zuweilen konnte man sich damit helfen, daß manähnlichlautende Wortbilder der eignen Schriftspracheanwandte und sie dadurch schon zu Lautzeichen nm-schuf, wie wenn wir im Deutschen das französischeWort inonäs durch das Bild des Mondes darzustellensuchten; man muß die Zeichen dann in derselben Art

lesen wie unsre Bilderrätsel. Damit ist der Übergang icklieklich

der Wortschrift zur Lautschrift gegeben, und ganz von ^st ^dazu gelangen, nicht nur für die Silben, sondern auch für d,e ''^e d k W orte^

bestimmte fteicken festzusetzen. So entstand sehr früh schon die Hieroglyphe ifchf

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die Mutter aller europäischen Schriftarten geivorden ist. lD?ileiMwft der

Aus Bildern, aus den Anfängen der Kunst also, hat ^ »7Schrift entwickelt, ein nüchterner aber tüchtiger Sproßlmg; er mag uns - s

Kmist selbst, zu jenem einzigen Gebiete, wo Adem Menschen gestatttund schuldlos zugleich zu wirken, wo seine Phantasie das ka"e >md " streiben zum reinen Einklang zu veredeln strebt. Noch immer lieg deWmzellib,eftrherrlichen Blüte tief verborgen, und vielleicht ist es gut, wenn Wir 4 .^ ^ ^

ihnen wühlen - wir möchten sonst unerfreuliches finden, und die W"uze ftw inon) ewelken, wenn die geheimen Werkstätten ihres Wachstnmes

schlössen würden. Schon das Wenige, was eure Betrachtung der Naturvölker tehrt. suyrr

gl. Trommeln «uf derInsel Nmlirym Mcnr Hebenden).Nach Codrington.