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Einleitung: Entwickelungsgang der Menschheit.
uns zu manchen kümmerlichen, verschrobenen Anfängen, die kaum vermuten lassen, wasunter glücklichen Umständen aus ihnen hervorgehen kann.
Dem geistig Trägen, der vor allem mit dem Körper arbeitet und genießt, liegt die'niedrigste, der Entwickelung am wenigsten fähige Kunst am nächsten, die Tanzkunst:Seine überschüssige Kraft, deren Unthätigkeit ihn bedrückt, entladet sich in wilden Be-wegungen, in phantastischen Sprüngen und Biegungen des Körpers. Wie alle Künsteverrät auch der Tanz sein vorn alltäglichen Thun abweichendes Wesen in der anscheinendzwecklosen, taktmäßigen Wiederholung bestimmter Motive. Vielleicht am rohesten, un-entwickeltsten tritt er uns bei den phantasiearmeu Negern entgegen, wo oft nichts als einHüpfen, Trippeln, Zucken der Glieder erfolgt und unermüdlich stundenlang fortgesetztwird; ganz anders erscheint der abwechselungsreiche, kunstvolle, oft in mehrere Teile oder
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Wenn mau so will Akte zerfallende Tanz der Polynesier. Der Ausdruck Akt ist nichtohne Absicht gewählt — aus dem Tanze, der oft schon selbst gewisse Thätigkeiten darstelltoder das Treiben von Tieren nachahmt, entwickelt sich das wirkliche Schauspiel, indemDialoge oft komischen Inhaltes, mit Vorliebe Prügelszenen u. dgl., sich zwischen die einzelnenTeile des Tanzes einschicken, bis endlich, wie im alten Hellas, das Schauspiel siegt undTanz und Chorgesang an die zweite Stelle verweist. So sind, in gewissem Sinnewenigstens, die dramatischen Künste Töchter des Tanzes, der selbst sich nur bis zu einemgewissen Grade entwickeln kann. Bei den Naturvölkern die wichtigste, zuweilen fast dieeinzige Kunst, tritt er bei den geistig arbeitenden Kulturvölkern zurück und verliert seinebeste Kraft, indem er sich gewissermaßen spaltet, im Ballett zum raffinierten Sinnen-kitzel entartet, als Volkskunst dagegen in den gedankenlosen Rundtänzen ein kläglichesDasein fristet.
Anders, wie gesagt, bei den Naturvölkern! Hier sammeln sich um den Tanz, wieum einen schirmenden Fürsten , andre Künste, die in seinem Schutze emporwachsen underst allmählich sich aus eigner Kraft entwickeln; die Musik ist zuerst nur Dienerin des