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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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50 Einleitung: Entwickelungsgang der Menschheit.

bildet, ist unbehilflich und zwingt den Geist in bestimmte Bahnen, die Schrift aber ist eineSchranke, die das Einströmen fremder Ideen durch ihre Starrheit ungemein erschwert.Indes liegt das Verhängnis, das den Aufschwung zu den höchsten Zielen verhindert hat,noch tiefer. Es sind der Mangel an Idealismus, die bloße Rücksicht auf den praktischenNutzen, die der chinesischen Wissenschaft den freien Flug gelähmt haben. Es herrschtBüchergelehrsamkeit im schlechten Sinne, an Stelle eigner Forschung und selbständigerVersuche führt man Autoritäten ins Feld und ist von vornherein überzeugt, daß man esniemals weiter bringen wird, als die Weisen der alten Zeit. Der handgreiflichste Unsinnpflanzt sich fort, und es berührt wahrhaft erfrischend, wenn einmal ein Autor, der überTuschebereitnng schreibt, die überraschende Erklärung abgibt, er habe alle Methoden selbsterprobt und eine einzige brauchbar gefunden. So gelangt denn auch die chinesische Kunst

S3. Chinesische Thonsignren.

Nach den Originalen im Museum in Bremen .

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bei aller Naturtrene über eine gewisse Stufe nicht hinaus, obwohl sie uns durch einengewissen grotesken Humor verständlicher wird als manche andre (s. Abb. 53).

Die chinesische Kultur hat von außen wenig empfangen, aber um so kräftiger nachaußen gewirkt. Unter den Neben- oder Tochterländern dieser Kultur hat sich nur Japan eigenartig entwickelt und in manchen Zweigen, besonders in der bildenden Kunst, seinenLehrmeister übertroffen.

Ein Blick auf die Kultur Chinas ist darum so interessant, weil hier eine ununter-brochene, wenn auch langsame Entwickelung im Rahmen eines einzigen Volkstumes vonder Urzeit bis zur Gegenwart zu verfolgen ist. Wenden wir uns der westlichen Völker-welt zu, dann stehen wir wohl auch vor einem Fortschreiten, das von den frühesten An-fängen menschlicher Gesittung bis zur Blüte der europäischen Kultur führt, aber dieseEntwickelung ist nicht so klar gegeben; die Kultur springt von Volk zu Volk, und diealten Träger der Gesittung versinken in Barbarei, während frische Kräfte in die Reihentreten und die überlieferten Schätze jedesmal in einer neuen, ihrer Eigenart entsprechendenWeise weiter vermehren. Kein Wunder darum, daß die Kultur des Westens endlich zu so