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lös. Natrizicrhaus im Uenaissancrstii: PasKteffensthe Aans in der Langgnsst ;u Danzig (Ende des 16 . Jahrh.).
Nach einer Photographischen Naturaufnahme.
Baldachin steht und über demselben die Statuen derLebenden angebracht sind. Glasmalereien kvmmennach mehrfach vor, zugleich werden große LimousinerEmaillen und F-nyenceplatten des nach Frankreich übergesiedelten Girvloma della Nvbbia an denFassaden der Schlösser angebracht. Holzarbeitenvon vortrefflicher dekorativer Durchbildung sindmehrfach erhalten; so die Thüren der KircheSt. Maclou zu Rouen , das Chorgestühl der Kathe-drale von rlmiens u. a.
Nach Deutschland wird die Renaissance,ebenso wie nach Frankreich , am Ende des 15. Jahr-hunderts übertragen. Die deutsche Frührenaissancezeichnet sich durch einen besonders starken gotischenZug aus, der sich in den steilen Giebeln, denErkerbildungen und dem vielfach verwendetenMaßwerk äußert. Am frühesten treten in Böhmen Renaissanceformen an Bauten auf und zwar aneiner Fenstergrnppe an der Südseite des Rat-hauses zu Prag . Mit dem Beginn des 16. Jahr-hunderts wird in Sachsen eine neue Banhüttegegründet, welche sich in bewußten Gegensatz zurGotik bringt. Unter Kardinal Albrecht vonBrandenburg entstehen in Halle an der Saale eine Anzahl Renaissancebauten, von denen dieArkaden des alten Gottesackers auf dem Martins-berge von Nicvlaus Hoffmann die wichtigsten sind.In Deutschland werden, wie in Frankreich , eineAnzahl Schloßbantcn im neuen Stile ausgeführt,jedoch liegt hier der Schwerpunkt der Entwicke-lung mehr in den städtischen Wohnhäusernund öffentlichen Gebäuden. In den Städtendauerte neben dem Massivbau der Fachwerksbanmit wenigen Veränderungen fort; es wurden jetztz. B. statt der Füllbretter zwischen den vorspringen-den Balkenköpfen die Füllbalken gebraucht. DieFachwerkshänser in Höxter zeigen diese profiliertenFüllbalken und Saumschwellen, in den Brüstungenverbleibt das schon früher übliche Rundbogenmotiv.Ein glänzendes Beispiel der Fachwerksarchitektnrunter dem Einflüsse der Renaissance bietet dernur teilweise erhaltene Schuhhof in Halber-stadt. Am Knochenhaueramtshause zu Hildesheim verbindet sich die Spätgotik mit der Renaissance.Das Hans besaß ursprünglich eine große durch-gehende Diele, die sich mit einer großen Rnnd-bogenthür öffnete, darüber folgten zwei Stock-werke und ein hoher Giebel. Das Holzwerk derFassaden wurde meist rot gefärbt und ergab imVerein mit der Musterung der ausgemauertenoder verputzten Fache eine lebhafte farbige Wir-kung. Das vorzügliche Beispiel einer Früh-renaissancefassade in Fachwerk mit reicher Poly-chromer Ausstattung ist im Hanse „Am Sack"Nr. 5 in Brannschweig (s. Tafel) in den beidenoberen Geschossen erhalten. — Die beiden unteren