über. Richard Lucae hatte in streng hellenistischem Sinne begonnen, gebrauchte aberspäter für sein Theater in Frankfurt a. M. und für das Gebäude der Technischen Hoch-schule in Charlottenburg die Formen der italienischen Renaissance. Von Ebe und Bendawurde das Pringsheimsche Hans in der Wilhelmsstraße als reicher Terrakottenbau mitAnwendung der Polychrome des Äußern und das von Tiele-Wincklersche Hans in derRegentenstraße in Sandstein, in den Formen der Deutschrenaissance erbaut. Das letztereHaus erhielt im Fries einen der nordischen Sage entnommenen plastischen Schmuck. FürMagdeburg lieferten Ebe und Benda den Entwurf des Gymnasiums und der damitkombiniertet: Realschule, in Ziegelrohbau mit Terrakotten ausgebildet.
Der Münchener Schule fielen durch König Ludwig I. eine große Anzahl monu-mentaler Aufgaben zu, an denen sich alle Zweige der bildenden Kunst thätig erweisen
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Sos. Das Mcte-Mncklrrschc Aaus in der Negentenstratze, erbaut IS74 von Ebe und Benda.Nach Försters „Bauzeittmg".
konnten. Die hellenistische Richtung vertritt in München Klenze, ohne besondere Origi-ualität zu entwickeln. Die Glyptothek in München ist eins seiner besten Werke, in einigerAnlehnung an Bramante entworfen, aber doch charakteristisch in ihrer Erscheinung. DieSäle sind in römischer Weise gewölbt, im Sinne der Davidschen Schule. Seit der Thron-besteigung König Ludwigs folgten für Klenze die großen Aufträge, zunächst der für denKönigsbau, dessen Äußeres nach dem Programme dem Palazzo Pitti in Florenz gleichen,oessen Inneres jedoch deutsche Heldensage und deutsche Geschichte in griechischem Gewändevorführen sollte. In Wirklichkeit entnahm Klenze die Fassadenmotive vom Palazzo Rncellaiund mischte im Innern die hellenistische Renaissance mit dem Empirestil. In der Allerheiligen-Kapelle sollte Klenze den Dom von Montreals und den von S. Marco in Venedig nach-ahmen, hielt sich aber näher an das letztere Muster. Die Pinakothek hat Klenze im Stileoen röniischx^ Theatern nachgebildet, aber mit voller Freiheit, so daß in Wirklichkeit einHPischer Bau entstanden ist. Der Festsaalban an der Residenz zeigt im Grundriß den-selben Mangel an großen Achsen und großartiger Raumfolge, wie dies schon im Königsban
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