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Baukunst der neuesten Zeit: Gebäudearten.
mit einiger Anlehnung an Palazzo Pandolfini in Florenz. Das Neue Museum in Dresden wurde von Semper entworfen, aber von ihm nur bis zur Parterregleiche ausgeführt. Esist wieder ein Sandsteinbau von mächtiger Wirkung, im Stile der italienischen Hoch-renaissance, und wie das Hoftheater auf ausgedehnten Skulptnrenschmuck berechnet. Nachseiner Rückkehr von England wurde Semper nach Zürich berufen und erbaute dort, mitWolf zusammen, das Polytechnikum, an dem sich allerdings der ganze Architekturschmnckauf den Mittelbau beschränkt. An diesem Bau hat Semper zum erstenmal rustiziertePilaster, also Formen der Spätrenaissance, angewendet. Die Sternwarte in Zürich unddas Rathaus in Winterthur gehören in diese Zeit. Dazwischen entstanden die Entwürfefür das neue Hoftheater in Dresden , an Stelle des abgebrannten, für die Hofmuseen,
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21». Nie Bibliothek der Kchuivorumitung in Kiitn, erbaut von I. Raschdorff.Nach Raschdorff in der »Deutschen Bauzcitung" von 1870 .
das Hofschauspielhaus und die Börse in Wien , welche Semper wieder auf die alte ruhm-volle Bahn zurückführten. Am neuen Hoftheater in Dresden bildete Semper die vordereFront in Segmentform, wogegen er den Zuschauerraum bis zum vierten Range in vollemHalbkreise schloß und die Saalwand Parallel mit der äußeren Umfassungswand empor-steigen ließ. Semper siedelte nach Wien über, um mit Hasenauer die Ausführung derHofmuseen zu leiten. Die Fassaden zeigen eine ionische Säulenstellung über einem rusti-zierten Erdgeschoß. Julius Raschdorff hatte als Stadtbaumeister in Köln den Umbauverschiedener mittelalterlicher Gebäude, besonders des Gürzenichs, bewirkt, auch das Rat-haus mit einer neuen Fassade, der alten entsprechend, im Stile der Deutschrenaissanceversehen. Raschdorff wandte dann die Deutschrenaissance, wenn auch noch klassizistischgemäßigt, für den Neubau der Bibliothek der Schulverwaltung in Köln an. Ebensowählte er den Stil der Deutschrenaissance für das Äußere des Stadttheaters in Köln undfür den Umbau des Burghauses Haidchen bei Aachen. Lipsius erbaute die Börse in Chemnitz mit Fassaden im Stil der Deutschrenaissance, allerdings wieder akademisch gemäßigt.