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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Nordainerikanische Wohnhausbauten.

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einfachsten Häuser sind Dreifensterhäuser in zwei Geschossen; das Erdgeschoß enthält zweiWohnzimmer und die Küche, das Obergeschoß drei bis vier Zimmer, den Abort unddas nie fehlende Badezimmer. In der Regel sind eine reichliche Anzahl von Wand-schränken vorhanden. In etwas größeren Häusern erhält der Flur den Charakter derHalle, wird mit Holztäfelung und Kamin versehen und schließt die Treppe zu dem oberenGeschoß ein. Vom Flur gelangt man in den Parlor, der zugleich Besuchs- und Wohn-zimmer bildet, und in das Dining-Room, das mit dem vorigen durch eine breite Schiebe-thür verbunden ist. Die Ausstattung dieser Räume beschränkt sich auf die Täfelung derWände, Kamine und Tapeten; Stuckverzieruugen der Decke kommen selten vor. Diegrößeren Familienhäuser zeigen oft reizvoll malerische Gruppenbildung. Ein derartigesHaus in New Dork, von Sterford White für den Juwelier Tiffany errichtet, ähneltsehr einem deutschen Patrizierhause. Die innere Einrichtung der Mietshäuser weicht wenigvon der allgemein üblichen Schablone ab; nur ist in den Turmhäusern stets mindestensein Aufzug vorhanden, und der einzelnen Wohnung fehlt selten das Badezimmer. ImAufbau erhalten die vielgeschossigen Mietshäuser gelegentlich eine absonderliche Ausbildung.

Am reizvollsten ent-wickelt sich die eigentlicheCollage als freistehendeVilla. Die Räume sindim Grundriß möglichst un-regelmäßig gestaltet, dasDach ist steil mit hoch-herausgebauten Schorn-steinen und Dachgiebeln;außerdem sind rundeTürmemit kegelförmigen oder kup-Pelförmigen Dächern oft inder Mehrzahl vorhanden.

Die gedeckten Veranden,

Terrassen und Balköne sindwahrhaft verschwenderischangebracht. Die häufig nuraus Erdgeschoß und Dach-geschoß, seltener noch auseinem Obergeschoß be-stehenden Cottages sind zum überwiegenden Teil über einen Steinsockel aus Holz erbaut,und zwar wesentlich aus zusammengefügten Bohlen und Brettern mit Vermeidung der auseinem Stück bestehenden Pfosten und Balken. Aus dieser Konstruktionsweise folgt die äußersteLeichtigkeit im Aufbauen von Galerien, aber auch das rücksichtsloseste Versetzen der Wändeim Obergeschoß. Im Grundriß der Collage vertritt oft der erweiterte Flur die Stelle desEmpfangszimmers, und an denselben schließen sich in der Regel Parlor und Dining-Rooman; die Küche liegt stets neben dem Speisezimmer, das Obergeschoß enthält die Schlafzimmerund das Bad. Die Cottages werden oft straßenweise fabrikmäßig hergestellt und mittelsillustrierter Prospekte zum Kauf angeboten. Der Schwerpunkt dieser ins unendliche variiertenHausformen liegt immer in der mannigfaltigen Gruppierung der aus dem Bedürfnisseherausentwickelten Ranmbildungen, während die Durchbildung des einzelnen sehr vernach-lässigt wird und sich überhaupt soviel als möglich von den historischen Stilformen freihält.

Geschäftshäuser. Das große Geschäftshaus gilt in Amerika als eine be-liebte Reklame; und deshalb errichten viele Aktiengesellschaften, Versicherungsanstalten,Zeitungen, Banken, Hotels eigne umfangreiche und kostspielige Bauten in der City.Andre Riesenbauten werden durch das Bedürfnis Mch vermietbaren Bureaus hervor-gerufen und enthalten meist in den zwei unteren Geschossen Verkaufsläden. Selbst-verständlich sind für diese durchweg hohen Bauten die Personenaufzüge noch dringendernotwendig als für die turmartigen Wohnhäuser, und es kommen bis zu zwanzig Elevatoren

2gg. Cottagr in Nensonhurst bei Mein Nork.Nach der „Deutschen Bauzeitung".

Das Buch der Erfind. I.

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