Wasserversorgung der Städte. 517
sichtsturme wieder zu versehen. Derselbe ist in einer, den Formen des ganzen Bauwerkes sichanschließenden Weise hinter dem oberen Schieberhanse, auf der Trennungsmauer des Reservoirshergestellt und gewährt einen prachtvollen Rundblick nicht allein über die Stadt Hannover ,sondern auch über die Umgebungen bis zu den Gebirgszügen des Harzes, Deisters und zu denWesergebirgen. Neuerdings hat ein Weiterausban des Werkes stattgefunden.
Hochqnellenleitung der Stadt Frankfurt a. M.
Die Stadt Frankfurt a. M. wird, außer durch eine Grundwasserleitung aus dem Frank-furter Walde und durch eine Gießwasserleitung aus dem Main , in der Hauptsache durchs eineBergquellenleitung, welche das Trinkwasser liefert, versorgt. Das Qnellengebiet des Spessarts,etwa 26 üa umfassend , ist durch einenBergrücken in zwei völlig voneinandergetrennte Bezirke, den Kasselgrund undden Biebergrund, geteilt. Die Quellenentspringen hier in teils geschlossenem,teils zerklüftetem roten Sandsteingebirge,welches, meist steil abfallend und nurvon dünnen vegetationsfähigen Schichtenüberdeckt, doch reich bewaldet ist. DieFassung der Quellen geschah in der Weise,daß zunächst die Felsen bloßgelegt undvon allen erdigen Bestandteilen gereinigtwurden, wobei man auf thunlichst tiefeSenkung des Wasserspiegels Bedachtnahm. Nachdem so, unter Beseitigungjeglichen Aufstaues, dein Wasser ein freierAblauf auf festen! Gestein geschaffen war,wurde unmittelbar an den Felsen dasMauerwerk der überwölbten Kanäle an-gebaut, welche die Quellenmüudung ein-schließen und die einzelnen Quellenlüufein eine Bruunenkammer zusammenleiten.
Jede Bruunenkammer ist bequem zu-gänglich und besteht aus zwei Abteilungen,einer Vor- oder Schieberkammer und einerWasserkammer. Von der Wasserkammer,in welche die Quellenkanäle einmünden,zweigen das Ableitung?- sowie das Ab-laßrohr ab. Ersteres führt das Wasserden später zu beschreibenden Sammel-kammern zu, letzteres ermöglicht die Fort-leitung aus der Wasserkammer ins Freie,falls Trübungen, Abstellungen und Spü-lungen der Quellenkanäle dies erfordern.
Außerdem ist zur Vermeidung etwaigerRückstauung des Wassers nach denQuellen jede Wasserkammer mit einemÜberlauf versehen. In der Nähe desQuellenurspruuges sind Ventilativus-schächte angebracht. Die Vor- oderSchieberkammer nimmt die zur Regulie-rung des Wasserlaufs dienenden Ablaß -und^ Absperrschieber auf und vermittelt
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SIS. u. bis. Kainmitkrhättcr der Kochqurltenteitungin Frankfurt a. W. auf dem Asprichainer Kopf.Nach „Frankfurt u. s. Bauten".
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durch geeignete Treppenanlagen und Einsteigvorrichtungen den Zugang Zu >>
NstAmumer und'"!^ sind'zugänglich° Sl"n jeder Sammelkammer
befiudet sich ein Überlauf ins Freie, sowie ein Ablaß. .
Ähnlich ist der Übergang aus Kanalleitungen in die Eisenleitmigen !„a?,inunte Rednk-aus Kanalleitungen stärkeren in solche schwächeren Gefälles durch Kai 'lionskammern, vermittelt, in welchen sich die GeschwindigkcitS-Verande g ä , „ment-üm in den langen zur Ableitung und Zusammeuleitung der Quellen d en nd n Zement-rohrkanälen der Luft den Zutritt zu dem Wasser zu gestatten,
Rückstau des Wassers die Leitungen vor nachteiligem Druck zu bewahren, ist f I '
fällshöhe ein Überlauf angebracht. Die Einrichtung der Uberlaufkammern ist die gleiche wie dieder Reduktionsknmmern.