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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Einzelheizung. Gasöfen.

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eigentlichen Ofen L bildet, der aus verschieden gruppierten Kasten Ir besteht, zwischen denenKanäle für die Lustzirkulation frei gelassen sind. Es wird so eine ausgedehnte Oberfläche ge-bildet, um die noch vorhandene Wärme der Abgase auszunutzen, bevor sie durch das Rauchrohr oin den Schornstein abziehen. Es ist auch dafür gesorgt, daß der Ofen noch Wasser verdunstenkann, um der erwärmten Luft den zum angenehmen Eiuathmen nötigen Feuchtigkcitsgrad mit-zuteilen. Als wesentlichsten Teil des Apparates läßt aber Siemens den Reflektor r gelten,der nach Abb. 728 so gestellt ist, daß die von oben auf ihn fallenden Licht- und Wärmestrahlenhorizontal nach vorn sowie seitwärts zerstreut werden, während er die blendend weiße Flammedem Anblick der Zimmerbewohner entzieht. Mit Hilfe dieses Reflektors, dessen Farbe, Materialund Oberflächenbeschassenheit besonders gewählt sind, um die Licht- und Wärmestrahlen voll-ständig dem Zimmer zuzusenden, ohne das Auge durch'Lichtschein zu blenden, wird das Zimmervorzugsweise im unteren Teile erwärmt, so daß in der Kopfhöhe die Temperatur schon bedeutendniedriger ist als am Fußboden. Durch einederartige Wirkungsweise soll das Wohlbefindender Zimmerbewohner gefördert und ein unnötigerWärmeverbranch, wie er bei der Wärmesendungnach oben eintritt, verhütet werden

Siemens ist nach alledem, und wohl ineinigem Widerspruch mit der oben geschildertenWirkungsweise, der Ansicht, daß der obere,den eigentlichen Ofen bildende Teil seinesRegenerativgasofens ganz in Wegfall kommenkann, indem derselbe die Zimmerluft in un-vorteilhafter Weise erwärmt. Allerdings setzter dabei voraus, daß dies nur in den Fällengeschehen soll, wo man die Kosten nicht weiterin Betracht zieht; alsdann werde aber auchdem Zimmer ein um so größerer, viel vorteil-hafter wirkender Teil der Wärme durch direkteStrahlung zugeführt. In neuerer Zeit werdeauch hauptsächlich nur der untere als Kamingestaltete Teil dieses Apparats benutzt, aller-dings namentlich in eleganteren Wohnränmen,wobei vielleicht in kalten Tagen noch in andrerWeise für die behagliche Heizung gesorgt wird.

Bezüglich der Benutzung der Kaminheizungkönnen sich wenigstens die Bewohner Nord-deutschlands nicht durch die Vorliebe der Be-wohner wärmerer Klimate für Kaminheizungbestechen lassen, denn für uns ist und bleibt esaus den schon früher angegebenen Gründenund auch nach dem Zugeständnis von FriedrichSiemens ein Luxnsapparat, der allerdings ingewisser Beziehung zur Verschönerung undBehaglichkeit des häuslichen Lebens beitragen kann, der aber nur dort Anwendung findensoll, wo man den Kostenpunkt außer acht lassen kann. Immerhin haben wir auch diesemStandpunkte Rechnung zu tragen, weshalb wir die Abbildung zweier Gaskamin-heizapparate hier folgen lassen. Abb. 730 zeigt den von Fr. Siemens entworfenenKamin mit Perlenreflektor. Dieser geschmackvoll geformte Reflektor für Strahlheiznngist auf seiner pfauenschweifartigen Oberfläche mit blanken perlenfvrmigen Knöpfchen besetztund soll eine wesentlich günstigere Verteilung der ansgesandten Wärme- und Lichtstrahlenbewirken, als die bis herangewendeten, aus regelmäßigen horizontalen Streifen oder aussich von oben nach unten verbreiternden Streifen gebildeten Reflektoren ergeben. Selbst-verständlich würde sich dieser im Rvkokostil gehaltene Kaminvorbau nur für ein in diesemStil ausgestattetes Zimmer eignen, wenn man dem ästhetischen Geschmack Rechnung tragenwill. Einen andren, dem Stil nach weniger ausschließlich geformten Kaminvorbau fürGasheizung zeigt Abb. 731 in dem von I. G. Honber in Aachen konstruierten Strahlen-

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