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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Heizung und Ventilation.

daher kein Lustüberschuß erwärmt wird, und daß ferner nach dem Auslöschen der Flammenkeine Luft mehr durch den Ofen nach dem Schornstein strömen kann und somit auch die imOfen aufgespeicherte Wärme dorthin keinen Abzug findet, sondern vollständig der Zimmer-heizung zu gute kommt. Die Wärmeabgabe nach dem Erlöschen der Gasflammen erfolgt durchStrahlung des Wärmesammlers 4V gegen die Metallwände des Ofens, so daß eine mild nach-tvärmende Wirkung längere Zeit hindurch andauert.

Besonderes Verdienst um die Herstellung der Gasöfen hat sich auch FriedrichSiemens durch die Konstruktion des Regenerativgasofens (Abb. 728 und 729)erworben. Er ging dabei von dem Prinzip aus, daß die äußeren Oberflächen einesZimmerofens nicht über 100° 0. erhitzt werden dürfen, wenn die Luft im Zimmer einenbehaglichen Aufenthalt gestatten soll. Als Ideal aller Zimmerheizanlagen betrachtetFriedrich Siemens einen Apparat, welcher möglichst viel strahlende Wärme erzeugt, abernur schwach erwärmte Heizflächen ausweist, damit die Zimmerluft verhältnismäßig kühlerhalten bleibe und durch die strahlende Wärme nur die im Zimmer befindlichen Gegen-stände und Personen Wärme mitgeteilt erhalten. Andre ebenfalls praktisch erfahrene undbewährte Heiztechniker sind freilich andrer Meinung und vertreten die Ansicht, daß beiHeizapparaten, welche hauptsächlich auf die Benutzung der strahlenden Wärme eingerichtet

sind, die Verbrennungswärme keines-wegs ökonomisch ausgenutzt werde.Es ist klar, daß es hierbei haupt-sächlich auf den Brennstoff und aufdie ganze Einrichtung des Ofensankommt. Unzweifelhaft hat die Be-hauptung eines Technikers von demRufe, wie ihn Friedrich Siemensbesitzt, ein bedeutendes Gewicht, undsein Regenerativgasofen verdientjedenfalls volle Berücksichtigung.

Wie Abb. 728 u. 729 in zweisenkrechten Durchschnitten darstellen,besteht dieser Heizapparat aus zweiHnuptteilen, nämlich aus der aus-schließlich zur Wärmeausstrahlungdienenden Kamineinrichtung chund aus dem auch hierbei zur voll-ständigen Ausnutzung der noch ver-fügbaren Wärme dienenden, über deinrss u. 129. Neserttrativgasosen »on Fr. Siemens. Kamin aufgebauten Ofen 8. Die

Gasheizflamme wird gebildet durchZuführung von Leuchtgas in das horizontal über dem Reflektor r angebrachte Rohr v, inwelchem nach vorn zwei oder auch mehr Reihen feiner Löcher angebracht sind, durch welche dasGas entweicht und horizontale Stichflammen bildet. Die nötige Brennluft strömt anfangs,wenn der Apparat noch kalt ist, aus dem offenen Raum vor dem Reflektor dem aüs-tretenden Brenngase zu. Die Flammen strahlen einen großen Teil ihrer Wärme auf denReflektor r aus, und ihre Verbrennungsgase ziehen durch den abwärts führenden Schacht indes Regenerators 6 zunächst abwärts, dann durch den Schacht n wieder aufwärts in denoberen Teil, welcher den eigentlichen Ofen 6 bildet, worauf sie durch das Rohr II nach demSchornstein entweichen. Durch diese Abwärtsführung der heißen Abgase wird der Regeneratorin der gewünschten, für dieses Prinzip erforderlichen Weise erhitzt, so daß die kalte Brennluft,welche durch den senkrechten Regeneratorschacht e von unten eintritt und den abwärts geführtenheißen Abgasen in Schacht nr entgegenströmt, den größten Teil der von den letzteren mitgefühltenWärme in sich aufnimmt. Hierdurch wird diese Lust, bevor sie an die aus dem Brennerrohr vtretenden herantritt, stark vorgewärmt. Der Luftschacht s bildet infolge seiner durch die Abgasebewirkten Erhitzung und seiner fast senkrechten Richtung eine Art Schornstein und führt dadurchdie heiße Brennluft den Gasflammen ganz unabhängig vorn eigentlichen Schornstein zu. TiefeWirkungsweise ist für den Apparat wesentlich, weil de,selbe dadurch in seiner inneren Wirkungvorn Schornsteinzuge unabhängig wird und sich überall, also auch da, wo kein Schornstein ist,anbringen läßt. Selbstverständlich ist dabei aus den früher angegebenen Gründen vorausgesetzt,daß die Abgase dennoch in geeigneter Weise abgeführt werden, damit sie nicht die Zimmerluftvergiften können. Die im Regenerator 0 schon beträchtlich abgekühlten Verbrennungsprodukteheizen in der gewünschten mäßigen Weise noch den oberen Teil des Apparates, welcher den

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