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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Zentralheizungen.

Vollkommenes, und die Urteile anerkannter Fachleute gehen oft so weit auseinander, daßder eine eine Methode absolut verwirft, welche der andre vielleicht aus Geschäftsrücksichtenfür ausgezeichnet erklärt. Überhaupt spielt auf diesem für den Laien meist noch etwassehr dunklen Gebiete das Reklamewesen eine große Rolle. Wir werden im folgendendie Verhältnisse und Umstände, welche bei den verschiedenen Heizmethoden und Heiz-systemen zur Geltung kommen, rein objektiv beurteilen und so dem Leser einen Maßstabfür das Folgende in die Hand geben.

Was erstens die schon im vorigen Abschnitt betrachtete Lokalheizung anbelangt, soliegen deren Vorteile in der getrennten Wirksamkeit der einzelnen, an sich verhältnismäßigwenig kostspieligen Heizapparate, welche einzeln, ganz unabhängig voneinander nach Be-lieben in Gebrauch zu nehmen sind und sich in ihrer Wirksamkeit auch, bei guter Ein-richtung und Anlage derselben, leicht dem Wärmebedürfnis anpassen lassen, wobei durchdie Konstruktion auch eine für gewöhnlich ausreichende Wärmeanfspeicherung, sowie auchdie für nötig zu erachtende Lüftung stattfinden kann. Als Nachteile oder Mängel derLokalheizung sind aber die folgenden Punkte in Betracht zu ziehen: Unbequeme Bedienung;teure Heizung, wenn die Beheizung vieler Räume eines großen Gebäudes ein Budgetbelastet; ungleichmäßige Erwärmung, wenn die einzelnen Heizapparate nicht regelmäßigbedient werden; Unreinlichkeit wegen Zutragen des Brennstoffes und Beseitigung derAsche mit Bezug auf die einzelnen Räume, sowie infolge der zeitweilig notwendigenReinigung der einzelnen Heizapparate; verhältnismäßige Vermehrung der Feuersgefahrinfolge der vereinzelten Feuerstellen.

Die Zentralluftheizung, welche in ihrer Wirkungsweise gleich der eines mitvorwärmendem Lnftmantel und Frischlnftznführnng versehenen Ofens ist, bietet folgendeVorteile: Zentralisierte bequeme Bedienung, wie solche bei allen Zentralheizungen statt-findet; starke Lufterneuernng; leichte Ein- und Ausschaltung der einzelnen Zimmer; keinestrahlende Wärme und gleichmäßige Wärmeverteilung; große Wärmeaufspeicherung in demdurchwärmten, von den Heizkanälen durchzogenen Mauerwerk des Gebäudes; Billigkeitder Anlage, wenn beim Bau des Gebäudes die benötigte Einrichtung getroffen wird.Nachteile und Mängel der Luftheizung sind: Die beständige Lufterneuerung erfordert vielBrennstoff, denn die Wiederbenutzung der noch wärmehaltigen Luft ist aus sanitären undtechnischen Gründen unthunlich; die Feuerung einer Luftheizanlage erfordert mehr Auf-merksamkeit als bei andern Zentralheizmethoden, wenn ein metallener Heizkörper zur An-wendung kommt, der leicht überheizt werden kann, wodurch die nicht künstlich angefeuchteteLuft sehr trocken wird und einen schlechten Geruch erhält; der schädliche Einfluß desWindes auf die Eintrittsstellen der Luft, sowie auf den Schornstein macht sich leicht fühlbar,wenn keine mechanische Zugerzeugung stattfindet; die horizontale Fortleitnng der Heizluftist mit Schwierigkeiten verknüpft und läßt sich ohne Anwendung mechanischer Zugerzeugungnur auf eine Strecke von lO—12 m bewerkstelligen; die ganze Anlage erfordert eine sehrsorgfältige Berechnung und sachgemäße Einrichtung, weshalb auch oft die Luftheizungennicht in gewünschter Weise wirksam sind.

Die Zentralwasserheizung unterscheidet sich, wie schon bemerkt wurde, in dasNiederdruck-, Mitteldruck- und Hochdrucksystem. Die beiden ersteren Systeme sind inAnlage und Wirksamkeit einander ganz ähnlich, jedoch ist bei der Niederdruck- oderWarmwasserheizung, bei welcher das Wasser nur bis auf 100° 0. erwärmt wird, derWasserkessel gegen den Atmosphärendruck offen, so daß die Gefahr der Entstehung einesunzulässigen Überdruckes vollständig ausgeschlossen ist; die Bedienung einer derartigenHeizanlage erfordert daher nicht mehr Sorgfalt, als die Bedienung eines gewöhnlichenZimmerofens. Insofern aber die Temperatur des Wassers den gewöhnlichen Siedepunktnicht übersteigt, sind entsprechend große Heizflächen nötig, wodurch die Anlage schwer-fälliger und kostspieliger wird, als bei der Mitteldruckheizung, wo die Temperatur desWassers bis auf etwa 130° 0. gesteigert wird. Noch geringere Heizflächen erfordertaber die mit einem Kesseldrnck bis zu 6 Atmosphären und also mit einer Wassertemperaturvon etwa 160° 6. betriebene Hochdruckwasserheizung, deren 2—2,s om im Durchmesserhaltende Heizröhren leicht unterzubringen sind. Ein Nachteil der beiden letzteren Systeme

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