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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Zentralheizungen. 669

vorgeschrieben ist und größte Sparsamkeit im Brennmaterialverbrauch bei der Ausführungzu garantieren ist.

Bezüglich der gewöhnlichsten Feuerungsanlagen unterscheidet man solche mit Plan-rost und solche mit Treppenrost. Der dem gewöhnlichen Ofenrost ähnliche Planrostbesteht aus einzelnen nebeneinander zwischen Feuerraum und Aschenfall eingelegten guß-eisernen Roststäben von der in Abb. 761 dargestellten ältesten Form, die aber nochimmer vorzugsweise benutzt wird und auch gute Dienste thut; jedoch sind daneben auchnoch viefach abgeänderte Planroste erfunden worden, deren Wirkungsweise aber nichtimmer den Anpreisungen der Erfinder entspricht. Der Planrost wird hauptsächlich fürStückkohle benutzt, weil er Klarkohle zuviel Durchfall gestattet und davon auch leichtverstopft wird. Für Klarkohle, insbesondere für erdige Braunkohle, wie solche wohl desbilligen Preises wegen an manchen Orten bevorzugt wird, ist der in Abb. 762 abgebildeteTreppenrost zweckmäßiger. Die Roststäbe oder vielmehr Rostplatten a sind nur etwa8inin dick und ihre Zwischenräume etwa 15 mm hoch; um Durchbiegung zu verhüten,werden sie zwischen ihren seitlichen Auflagern nicht über 0,s in lang gemacht. Unterhalbdes Treppenrostes ist bei ä ein gewöhnlicher kleiner Planrost b mit einer herausziehbarenAschenfallplatte o angebracht; außerdem befindet sich zwischen b und o vorn eine Klappe,

7 Sb. Doppeifliilrimg mit Urrkoknnzsromn.

764 . Nasqnay-Nostfrnerung.

so daß Asche und Schlacken leicht herausgeholt werden können. Über dem Treppenrostvorn befindet sich der Aufschütttrichter, der mit einem Schieber versehen ist, um die Zu-führung des Brennstoffes nach dem Roste regeln zu können. Der Treppenrost bedarf nurgeringer Bedienung und kann stundenlang sich selbst überlassen bleiben, was beim Plan-roste nicht statthaft ist.

Die sogenannten rauchfreien oder rauchverzehrenden Feuerungsanlagen be-ruhen zum Teil auf einer möglichst gleichförmigen Zuführung des Brennstoffes untergeeignetem Luftzutritt, zum Teil auf der Einteilung des Verbrennungsprozesses in diePerioden der vorläufigen Destillation und Verkokung des Brennstoffes und der darauffolgenden eigentlichen Verbrennung des nunmehr rauchlosen Materials, wobei der in derersten Periode entwickelte Rauch unter Luftzutritt über den glühenden, rauchlos ver-brennenden Koks hinweggeführt und dabei vollständig verbrannt wird. Abb. 763 zeigteine Schüttfeuerung mit schrägliegendem Planrost, bei welcher der Rauchverbrennungim Sinne der zu zweit erwähnten Methode Rechnung getragen ist, indem der Rauch durchdas über dem Roste befindliche schräge Gewölbe gezwungen wird, über die glühendenKohlen zu streichen, worauf die Brenngase in Vermischung mit Luft durch eine engeÖffnung in den Heizraum unter den Wasser- oder Dampfkessel treten. Die Kohlen werdenbei a aufgeschüttet; bei b tritt Luft oberhalb und bei o unterhalb des Rostes ein. —Ähnlich ist die in Abb. 764 abgebildete Feuerung mit dem Pasquayrost eingerichtet,wobei die Roststäbe nach einer gewissen Kurve gekrümmt sind, wodurch die Kohlen vonselbst allmählich beim Verbrennen leicht Hinabrutschen sollen, während die vor dem Heiz-kanal angebrachte Verengung auf die Verbrennung des Rauchs hinwirkt.