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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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675
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Luftheizung. 675

strömt durch die Kanäle nach deu zu heizenden Räumen. Das erwähnte Verteilnngs-rohr 8 ist fünfkantig, indem es oberhalb eine dachartige Form hat, wodurch die Staub-ansammlung möglichst verhütet werden soll. Oberhalb auf dem Dache dieses Rohressind Rippen angebracht, welche zur Vergrößerung der Heizfläche beitragen. Im Innernist das Rohr mit Schamotte ausgekleidet, um das Glühen der Eisenwände zu verhüten.Die eigentlichen Heizkörper, welche von den Rippenelementen 6 gebildet werden, sinddicht aneinander gereiht, so daß die Rippen gegeneinanderstoßen und viele Kanälchenbilden, durch welche die Luft ziehen muß. Als wesentliche Eigentümlichkeit dieser An-ordnung wird die sehr große, vielfach zerteilte Heizfläche hervorgehoben, wodurch die anzu-wärmende Luft in viele schmale Ströme zerlegt und somit die Wärmeaufnahme be-schleunigt wird.

Außer dem in Abb. 772abgebildeten älteren Systemwird vom Eisenwerk Kaisers-lautern auch der in Abb. 778und 779 abgebildete Zentral-schachtofen zur Unterbringungin niedrigen Luftheizkammern,wie sie z. B. bei der Kanal-heizung von Kirchen vorhandensind, konstruiert. Dieser Heiz-apparat unterscheidet sich vonden bisher beschriebenen Luft-heizöfen dadurch, daß die Feuer-gase des hier angewendetenTreppenrostes auf einem kurzenWege nach dem Schornsteingelangen, wodurch der für diemit klarer Braunkohle beschicktenTreppenrostfeuerung der nötigeZug gesichert wird. Die Außen-wände des eigentümlich geform-ten Heizofens sind durchaus mitQuerrippen versehen, um dieWärmeabgabe möglichst zu ver-stärken. Die Feuergase ziehenin abwärtsgehender Richtungeinfach durch den gußeisernenHeizkörper hindurch nach der direkt in den Schornstein einmündenden Rauchkammer. DieBedienung eines solchen Ofens ist die denkbar einfachste, wie dies schon auf S. 669 beider nähern Beschreibung der Treppenrostfeuerung hervorgehoben worden ist. Eine Haupt-bedingung ist aber, daß die äußeren Ofenflächen stets möglichst rein gehalten werden,damit die daran sich heizende Luft staubfrei bleibt und keinen Senggeruch annimmt. ZumAnfeuchten der erwärmten Luft sind über dem Ofen zwei Wasserbehälter angebracht.

Abb. 780 zeigt den Durchschnitt eines mit Luftheizung versehenen Hanfes, wobeiim Erdgeschoß zwei Heizapparate a der eben beschriebenen Konstruktion angenommen sind,um die beiden erwähnten Methoden der Luftheizung zur Anschauung zu bringen. LinkerHand in der Abbildung ist die Heizung mit Lufterneuerung und rechter Hand die Heizungohne Lufterneuerung mit Zirkulation der Zimmerluft dargestellt, wie solche bei sehr kalterWitterung der Brennmaterialersparnis wegen benutzt wird und für Zimmer, wo nurwenige Menschen sich aufhalten, auch für längere Zeit ohne merkliche Luftverderbnis Wohlzulässig ist. Die Heizkammern können leicht im Keller untergebracht werden, da sie ver-hältnismäßig wenig Raum erfordern, und die warme Luft wird direkt in aufsteigenderRichtung den zu heizenden, mit Regulierklappen bei I versehenen vertikalen Kanälen

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778 u. 77S. Zrntralschachtosen des Eisenwerkes Kaiserslautern .778 Vertikaldurchschnilt, 77S Grundriß.