Dampfheizung
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Dampfdruck sich entwickelt, füllt der Dampf den Dampfraum des Kessels und das Dampf-verteilungsrohr v vollständig an und treibt die in diesen Räumen enthaltene Luft durch dieHeizkörper hindurch und durch die Kondensrohre bezw. durch das Luftrohr ^ in das Gesäß 8wobei gleichzeitig die entsprechende Wasfermenge durch die Siphonschleife.. V in das Gefäß 8getrieben wird. Derselbe Vorgang vollzieht sich auch in Bezug auf die Ofen, indem der Luft-inhalt derselben, ebenfalls ;e nach Bedürfnis bezw. je nach der Öffnung der Dampfventile v,in das Gefäß 8? und dadurch die entsprechende Wassermenge in das Gesäß 8 gedrückt wird.Setzt man die Heizung außer Betrieb und hat der Dampfdruck nachgelassen, so fließt das Wasseraus 8 nach 8^ und dadurch wird die in 8* enthaltene Luft wieder rückwärts in die Ofen undin die Dampfleitung getrieben. Sollten bei Abstellung der Heizung die Dampfventile v sämtlichgeschlossen sein, so wird durch ein zwischen der Dampfleitung und der Lustleitung eingeschaltetesVentil der Ausgleich des Druckes in den Rohrleitungen ohne Zulassen äußerer Luft bewirkt.
Die Anwendung einer Niederdruckdampfheizung, für ein Wohnhaus, mit Rücksicht aufdie in diesem Falle vorkommenden verschiedenartigen Heizeinrichtungen, ist in Abb. 814nach dem System von Schaffen <L Walcker in Berlin dargestellt. Die einzelnen Teiledieser Anlage sind in der folgenden Weise bezeichnet: a der mit Schüttfeuerung für Dauer-heizung versehene Niederdruckdampfkessel; d Dampfleitungsrohr; o Dampfheizschlangenrohr;«i kaminartiger Dampfheizapparat; ä ein Dampfwasserofen, dessen spezielle Einrichtung
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Patentierter Mruckregler.
in Abb. 815 dargestellt ist; s geheizte Waschtoilette; t der mit Dampfheizung verseheneTrockenboden; x eine Badeeinrichtung. Der Dampfwasserofen ä nach dem System desEisenwerkes Kaiserslautern (Abb. 815) ist mit dem früher schon erwähnten Lnstrohr ver-sehen. Der Dampf tritt bei s ein, durchströmt den ringförmigen Raum i, sowie dieRöhren Ir und erwärmt hierdurch das im Ofen befindliche Wasser, welches nach dem Ab-stellen des Dampfes ein Wärmemagazin bildet und zugleich auch für die Brause desBades in Vermischung mit kaltem Wasser benutzt werden kann. Dergleichen Dampf-Wasseröfen sind auch für Zimmerheizung sehr zweckmäßig, weil sie nach Absperrung desDampfes noch längere Zeit hindurch warm bleiben und zur Heizung dienen. Dievollständige Einrichtung des bei diesem Heizsystem benutzten Niederdruckkessels zeigenAbb. 816—818, und gerade diese Einrichtungen sind als wesentliche Teile diesesHeizungssystems zu betrachten.
Der Heizkessel o, (Abb. 816) besteht aus Schmiedeeisen, ist mit innerer Schachtfeuerung bversehen und größtenteils mit Wasser gefüllt; l ist die Feuer- und Aschenthür und s der Schiitt-deckel, alles mit luftdichtem Verschluß, so daß die zur Verbrennung der Kohle nötige Luft nurdurch den Lufiweg m eintreten kann, welcher sich durch einen Deckel mehr oder minder offenhalten läßt. Zum Heizen wird nur Koks verwendet. Der Regulierungsapparat ist in Abb. 8l7und 818 dargestellt. 8 ist Heizungsregler, (j8 sind Sicherheitsvorrichtungen und sr ist einoffenes Standrohr. An einer Feder hängt das Rohr b, und an diesem ist der Luftdeckel nangebracht. Der untere Teil von b ist mit Quecksilber gefüllt, und in dieses taucht das ausdem Heizkessel kommende Dampfrohr a ein. Wenn infolge geringeren Wärmeverbrauchs in derHeizanlage der Dampfdruck im Kessel über den beabsichtigten, durch Einstellung der Feder rvollständig zu begrenzenden Druck um beispielsweise Atmosphäre anwächst, so drückt der