Krystallisation. Arbeiten mit Einschlußröhren. Z2Z
hineingelegte Filter nur an diesen Rippen anliegt, also auf dem umgekehrten weit be-quemeren Wege den Zweck des ehemaligen Faltens erreicht. Die Filtration größererMengen von Flüssigkeiten, für die Glastrichter nicht ausreichen, erfolgt durch Durchziehendurch Tücher, die in Rahmen aufgespannt werden. Im Laboratorium beschleunigt manjetzt jede Filtration, wenn sich die Flüssigkeiten dazu eignen, dadurch, daß man die Trichterluftdicht auf eine starkwandige Flasche aufsetzt und mit einer Wasserluftpumpe dieseletztere evakuiert. Sogleich beginnt ein sehr schnelles Filtrieren, indem nunmehr deräußere Luftdruck die Flüssigkeit durch die Poren des Filtrierpapiers in die Flasche, ausder die Luft ausgepumpt wird, drückt. In der Technik bedient man sich Wohl auch diesesVerfahrens, weit mehr aber eines auf dem umgekehrten Prinzip beruhenden. Dort preßtman nämlich die Flüssigkeiten nebst den in ihnen schwimmenden festen Bestandteilen durchzwischen Rahmen ausgespannte Filtriertücher hindurch, wobei man bis auf 20 Atmo-sphären Überdruck geht, während bei ersterem Verfahren nur eine Atmosphäre Minderdruck
S2S. Einschlutzröhrrn.
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329. Gfrrr zum Erhitzen von Ginschlutzröhrrn-
zur Verfügung steht. Wir werden diesen Filterpressen, so werden die Apparate genannt,in manchen Industriezweigen begegnen, und bei deren Besprechung das Nähere über siemitteilen.
Eine sehr merkwürdige Art des Hantierens im Laboratorium, nämlich das Arbeitenmit Einschlußröhren, ist erst durch die Anilinfarbenindustrie auch in der Technik nötiggeworden. Es handelt sich dabei um folgendes. Häufig ist es nötig, Substanzen auf-einander bei hohem Druck und hoher Temperatur einwirken zu lassen. Im Laboratoriumverfährt man für den Zweck in der Art, daß man sie in ein Glasrohr gibt, dieses sodannzuschmilzt und in einem geeigneten Ofen erhitzt. Die Röhren liegen hier in eisernenUmhüllungsröhren, und falls sie explodieren, schlägt das Glas ohne jede Gefahr für denExperimentator gegen die Wand, der gegenüber sie aufgestellt sind. Sind derartige Glas-röhren gut zugeschmolzen, so halten sie einen Druck bis zu 120 Atmosphären aus. IhrWiederöffnen nach beendeter Reaktion hat stets auf das vorsichtigste zu erfolgen, weil häufigin ihnen sich Gase gebildet haben, die auch nach dem Erkalten einen sehr hohen Druck imRohre veranlassen, in welchem sie eingesperrt sind. Man bemüht sich jetzt, Einrichtungen
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