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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Mutlaugerisalzindustrie. ZZ5

Haltbarkeit der Kessel. Infolge des Schwefelgehaltes, welcher allen Tierstvffen eigen ist,bildet sich Schwefeleisen, das sich in der geschmolzenen Masse löst, und hierdurch wird derKessel rasch verzehrt, wenn man auch, um ihn schonen zu helfen, jeder Schmelze einigeKilo Eisenspäne zusetzt. Daher bedeutete es eine Art von Erlösung für die Fabrikanten,als sich das Patent des Engländers Naumann in der Praxis bewährte, wonach mandie Blutlaugensalzschmelzen statt in Birnen im Flammofen ausführen soll.

Außerdem war der Bau der älteren Öfen weit schwieriger, als es bei den heutigender Fall ist, namentlich verwandte man eine recht komplizierte Gewölbekonstruktion inihnen. Das jetzige Gewölbe L. wird in Form eines Tonnengewölbes glatt durchgeführt,und da für ein solches die Ziegel wenig behauen zu werden brauchen, kann man die fürdasselbe verwendeten Chamottesteine, Wenn der Ofen nach 3 bis 4 Monaten ausgedient hatund abgebrochen wird, beim Neubau wieder verwenden. Wir geben hier die neuere Kon-struktion eines solchen Ofens im Durchschnitt und Querschnitt wieder. Sein Bau erfolgtin folgender Art. Aus einem massiven Unterbau aus gewöhnlichen Ziegeln von 35 ornHöhe wird eine Schicht von 3 bis 4 oiu feuerfestem Thon gegeben, und auf diese dieeiserne Schale U geschoben, welche eine äußere Länge von 150 oiu und die entsprechende

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335. Ansirrr Ansicht eines Flammofens für: die Slutlaugensalzfodrikalion.Feuerthür. L Einwursthür. 6 Rührer. v Ausschöpflöffel.

Breite sowie eine Höhe von 50 oiw hat. Die Wand der aus Gußeisen hergestelltenSchale ist entweder überall 20 om stark, oder, wie es ebenfalls in der Zeichnung ange-deutet ist, man begnügt sich mit einer Bodenstärke von 10 cnn. Dies hängt von den inder Fabrik üblichen Rührern ab, haben sie die weiterhin abgebildete Form, so kratzen sieden Boden wenig, und seine Stärke von 10 orn genügt, haben sie aber eine mehr gabel-förmige Gestalt, so zerstören die Zinken der Gabel den Boden derartig, daß er doppeltso stark sein muß, wenn der Ofen eine gleich lange Zeit seine Dienste leisten soll. SolcheSchalen wiegen 3000 bis 4000 leg. Die direkt von den Flammen getroffenen innerenTeile des Ofens sind aus feuerfesten Steinen hergestellt. In welcher Stärke dieselbenAUr Verwendung gelangen, ersehen wir aus den Heller schraffierten Stellen des Quer-schnitts. Die Feuerbrücke, über welche die Flamme vom Rost her in die Schale schlagensoll, hat eine Stärke von 48 oin. Die auf den Unterbau geschobene Schale wird alsowährend des Baues soweit an die Feuerung geschoben. Über die Höhe, welche man derFeuerbrücke gibt, sind die Anschauungen verschieden, auch dieses ist aus der Abbildung^sichtlich. Ebenso ist es schwer zu sagen, ob eine höhere oder niedrigere Lage des RostesHM Verhältnis zur Unterkante der Schmelzschale günstiger ist. In unserer Abbildungliegen die Roste sehr tief, während auch ihre höchste Lage angedeutet ist. Man mußuämlich einen Ofen als verbraucht betrachten, wenn die Schmelze infolge der übermäßigen