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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Darstellung des gelben Blutlaugensalzes.

Trockenstuben, wie aus der Abb. 340 hervorgeht. Die Röhren a und b leiten die vomBluttrocknen Herstammenden Gerüche unter die Feuerung des Pottaschewiedergewinnungs-ofens o, auf den wir sogleich zurückkommen. Hinter dem eigentlichen Bluttrockenofenbefindet sich eine Kammer k zum Nachtrocknen des Blutes. Sie wird recht heiß gehaltenund empfängt ihre Wärme dadurch, daß die Rückwand des eigentlichen Trockenofens ausEisenplatten ä besteht, beansprucht also keine besondere Feuerung.

Da die Feuerung des Trockenofens aber selbst in dieser Form nicht genügend aus-genutzt wird, ist die Trocknerei in einem Keller angebracht, und man läßt die Feuergasein einer langen Röhrenleitung einen oberhalb des Kellers gelegenen Raum erwärmen,welcher zum Trocknen von Satz (siehe weiterhin) dient.

Eine Charge setzt sich also stets aus den genannten verschiedenen Tierstoffen zu-sammen, aber eine normale Mischung derselben anzugeben, ist noch niemand gelungen.Der Erfolg der Schmelze hängt von so viel Zufälligkeiten ab, daß man niemals eine

§aiL.

340 . Ausnutzung drr Abhitze eines Siuttrockenofrns und Uertzrerinen der übelriechenden Dünste.

absolut bestimmte Ursache hierfür angeben kann. Es hat sich aber im Laufe der vielenJahre eine Art von Mittelstraße herausgebildet, und mit einer Durchschnittsausbeute von15 °/o Blutlaugensalz war man ehemals recht zufrieden, welche man aber heute wegender Verschlechterung der Wolllumpen, über die wir oben sprachen, kaum mehr erreicht.

Alles Rohmaterial soll möglichst trocken in die Öfen kommen, weil dies erfahrungs-gemäß die Ausbeuten verbessert, und so trocknet man es möglichst. Die Trockenstubenheizt man mit der Abhitze, die die Schmelzöfen liefern, die man auf diesem Wege, stattsie nutzlos in den Kamin entweichen zu lassen, verwendet. Eine hierfür gebrauchte, wohlauch bei vielen anderen Gelegenheiten verwertbare Einrichtung ist z. B. die folgende(Abb. 341). Durch a bezw. w finden die von je zwei der Schmelzöfen kommenden Flammenihren direkten Weg nach dem Kamin, von dem man sie mittels des Schiebers d beliebigabsperren kann. Je nachdem man den Schieber mehr oder weniger schließt, sind die ge-samten Flammen oder ein Teil von ihnen gezwungen, in einem mit dem ins Freie führendenSchacht ä umbauten eisernen Rohr o aufzusteigen und durch dieses, hernach durch denTrockenraum geführte, eiserne Rohr, von denen nur eines vollständig ausgezeichnet ist,auch dem Kamin zu strömen. Auch der Schacht ä befindet sich bereits innerhalb des^rockenraumes. Da er an seinem Fuße eine durch einen Schieber zu regulierendeÖffnung hat, saugt die in ihm durch das eiserne Rohr erwärmte aufsteigende Luft dieLuft der Trockenkammer an und aus ihr hinaus, erneuert sie also fortwährend. Indemuun dafür gesorgt ist, daß ununterbrochen frische Luft von der Decke her in die Kammereintreten kann, in der Art, wie wir es in der äußeren rechts oben auf der Abbildung

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