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Chemische Industrie: Alkalien und Säuren.
wiedergegebenen Ansicht der Kammer erkennen können, auf welcher die vier § ihre Ein-fallsöffnungen in dieselbe bezeichnen, erwärmt sich diese Luft beim Auffallen auf den
wagerechtenTeil der heißeneisernen an der Decke ent-langgeführten Rohrleitung,trocknet die weiter untenliegenden Stoffe, und ziehtmit Feuchtigkeit beladenvom Boden her durch dieerwärmten Schächte wiederhinaus. Daher ist der Er-folg dieses Trockensystemsein ausgezeichneter.
Die fertigen Schmel-zen läßt man 6—12 Stun-den erkalten, worauf mansie zerschlägt und einermethodischen Auslaugungunterwirft. Man bedientsich hierzu zuerst des bei-stehenden Apparates (Abb.342). Auf den falschen Bo-den des Reservoirs bringtman etwa 1500—1600üxSchmelze, füllt das Reser-voir mit schwacher Lauge (s. weiterhin) und läßt dann, nachdem man noch etwas ge-brannten Kalk als Klärmittel zugesetzt hat, durch die Rohrleitung Dampf ins Reservoir
treten. Nach einigen Stunden
DMA
341. Ausnutzung der NIchitze.
wird gerührt, bis alles Un-gelöste durch das Sieb gefallenist, unterhalb dessen es sich alsfeiner Schlamm ablagert.
Während dieser Auf-lösung findet die Blutlaugen-salzbildungstatt. Die Schmelzeselbst enthält es nicht, sondernCyankalium. Wenn aber Cyan-kalium mit Eisenverbindungenin Gegenwart von Wasser inBerührung kommt, und, wiewir wissen, enthalten dieSchmelzen Schwefeleisen, sosetzt es sich mit diesen sogleichzuEisencyankalium oderFerro-cyankalium um, und Ferro-cyankalium ist der wissenschaft-liche Name für das Blut-laugensalz. Die auf diesemWege erhaltene Lauge pumptman in die Pfannen auf denSchmelzöfen, wo man sie biszu einer bestimmten Konzentration, nämlich 32° Baume, abdampft, und läßt sie hernachin niedriger stehenden Reservoiren, in die man sie hat laufen lassen, erkalten. Dabeibedecken sich die Wände der Gesäße schon während des Abkühlens mit Blutlaugensalz-
342. Kuslaugebottich mit flampftzufiihrung und futschem Voden.