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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Seifenfabrikation: Rohmaterialien.

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Extraktion des Rohmaterials kann man diesen Prozeß mehrmals wiederholen, oder auchununterbrochen ein wenig von dem Lösungsmittel durch das Rohr 0 nach dem Kessel ti,und von diesem aus ein wenig der mit Fett gesättigten Lösung durch das Rohr 6t nachdem Kessel U fließen lassen.

Auch das im Kessel ^ genügend extrahierte Rohmaterial wird durch einen direktenDampfstrom vom Reste des Lösungsmittels befreit, bevor es aus ihm entleert wird. DieRückstände Pflegen nur noch 1—1^/g°/o Fett zu enthalten. Sechs Arbeiter und derDampf eines 12pferdigen Dampfkessels bringen bis 2500 Öl täglich mit dem Appa-rate fertig.

Obgleich Schwefelkohlenstoff leichter Explosionen als Benzin veranlaßt, zieht manmeist ersteren vor, indem Benzin Fette, die sich an der Luft oxydiert haben, stark ver-harzt sind, wie man sagt, kaum löst, während Schwefelkohlenstoff auch sie mit Leichtigkeitextrahiert. Da nun Palmkernöl besonders leicht oxydierbar ist, und bei der Art der An-sammlung der Früchte und der Länge des Versandweges, den sie zurückzulegen haben, auchdas Öl schon in denPalmkernen häufigetwas verharzt ist,bedienen sich geradedie Palmkernölfa-briken mit Vorliebedes so feuergefähr-lichen Schwefelkoh-lenstoffs.

Außer den Fet-ten werden in derSeifen - Industriegroße Mengen Harz,speziell Kolopho-nium verbraucht.

Das aus Fichten,

Tannen u. s. w. aus-schwitzende oder ausEinschnitten aus denBäumen auskaufen-de Terpentin gibtbei der Destillationdas Terpentinöl,während der Rück-stand, der in derBlase bleibt, das .

Kolophonium ist. Dieses ist im chemischen Sinne sauer, indem es sich rn Manen löst.Daher kann es mit den Fetten zusammen, wenn sie durch Kochen mit Alkalien verseift

werden, aufgelöst werden. ,. , .

Die in der Seifenindustrie verwendeten beiden Laugen, die Natronlauge oderLösung des Ätznatrons in Wasser, und die Kalilauge oder Lösung des Ätzkalis in Wasser,haben wir bereits früher (S. 309 u. 324) ausführlich kennen gelernt.

Heute kauft der Seifensabrikant beide von den chemischen Fabriken und braucht dasÄtznatron oder Ätzkali nur in Wasser aufzulösen, um eine beliebig starke Lauge zu haben.Anders in alten Zeiten, wo er nur auf Pottasche (s. S. 332) angewiesen war. Diesewechselte jedenfalls außerordentlich hinsichtlich ihres Gehaltes an kohlensaurem Kali.Um sie ätzend zu machen, mußte er sie sich selbst in Wasser auflösen und gelöschten Kalkzugeben, damit sie durch diesen entsprechend der Gleichung

soo. Apparat zum Extrahieren von Fetten und Älen mittet» lrichtfiiiehtigerLösungsmittel. (System Wegelin L Hstbner.)

Kohlensaures Kali -r Ätzkalk — ÄtzkaliL.OO, -i- 6a(0II)2 -- 2 LOH

Buch der Erfind. VII.

Kohlensaurer KalkOaOOz

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