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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Chemische Industrie: Verwertung der Fette und Öle.

Die durch Aussalzen vom überschüssigen Wasser befreiten Seifen werden Kernseifengenannt. Weit billiger lassen sich die gefüllten Seifen herstellen, indem man diese garnicht erst aussalzt, sondern die gesamte Unterlauge in ihnen läßt. Namentlich die Ver-wendung von Kokosnußöl liefert Seifenleime, die nach dem Erkalten große Mengen

Flüssigkeit festhaltenkönnen und trotzdemstarr und hart erschei-nen. Während Talg, wieerwähnt, eine Seifen-ausbeute von 150liefert, soll es möglichsein, bei Kokosnußöl bisauf 1600 °/g zukommen,für gewöhnlich geht manaber nicht über 200 bisbis 600 °/o.

Auch das Kokosnuß-öl wird nicht allein,sondern mit anderenSOS u. 504. Keifrnkiihlkasteir, link» ohn», rrchts mit Umhüllung. Ölen und Fetten zusam-men verarbeitet. Damit

die Seifen hart ausfallen, ist nötig, dem Gemisch auch kohlensaures Natron oder kohlen-saures Kali oder auch beides zuzusetzen.

Nach Deite liefert folgendes Gemisch Seife in einer Ausbeute von 500—600"/g.80 kg Palmkernöl und 20 kg Kokosnußöl werden unter Zugabe von 60 kg Talkum mit140 kg 12prozentiger Ätznatronlauge verseift. Ist das erreicht, so werden 20 kg Sodaund 10 kg Pottasche zusammen in 80 k§ Wasser gelöst zugegeben. Dann fügt man

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SOS. Krulls Kchrankenrmingr. 506. Schmiedeeisernes Nrservoir.

außerdem 60 kg Wasserglaslösung, die mit 20 kg 24 prozentiger Ätznatronlauge versetztsind, hinzu. Außerdem läßt man 60 kg 20 prozentiger Kochsalzlösung einstießen. Damitdas Ganze die richtige Beschaffenheit annimmt, muß man schließlich nochmals etwa 20 kg24 prozentiger Natronlauge zusetzen. Wir sehen, daß diese Seife außer den eigentlichenfür die Herstellung von Seife notwendigen Materialien sicher zwei „Füllungsmittel" ent-hält, die ihre Masse vermehren sie also verbilligen helfen, ohne daß sie an und für sichin eine Seife gehören, es sind in diesem Falle Wasserglas und Talkum.

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